ProB: Titans verlieren unglücklich

Dresden, 08.10.2017Auch im zweiten Anlauf blieben die Dresden Titans am Sonntagnachmittag in der heimischen Margon Arena sieglos. Gegen den Tabellführer der 2. Basketball-Bundesliga ProB Südstaffel, die Dragons Rhöndorf, musste sich die Mannschaft um Head Coach Nenad Josipovic erst in der Verlängerung g08-10-2017_Baueseschlagen geben. Damit rutschen Dresdens Basketballer nach dem Auswärtserfolg in München zunächst wieder ins untere Tabellendrittel ab. Zudem verletzte sich Titans-Guard Travis Thompson am Sprunggelenk und musste noch vor Ende der Partie die Halle verlassen, um im Krankenhaus näher untersucht zu werden. Die gesamte Titans-Familie wünscht eine rasche Genesung!

Die Titanen präsentierten sich in der Anfangsphase des Spiels bärenstark. Im Vergleich zum ersten Heimspiel vor zwei Wochen gegen Iserlohn punktete Dresden konstant und kontrollierte die Gäste aus Rhöndorf vor allem defensiv. Zwischenzeitlich konnten die Gastgeber beim Stand von 15:5 sogar auf 10 Punkte davonziehen. Doch vor allem der stark aufspielende „Dragon“ Alexander Möller (18 Pkt, 10 Reb) sorgte nach seiner Einwechslung dafür, dass seine Mannschaft das Defizit auf 20:14 verkürzen konnte. Im zweiten Viertel nahmen die Titans den Fuß jedoch nicht vom Gas und erzielten trotz schlechter Trefferquote von außen (8/33 3er) einfache Punkte nach Offensivrebounds. Die Dragons konterten ihrerseits mit einer Ganzfeld-Pressverteidigung und ließen sich nicht abschütteln. Mit einer 37:28-Führung für Dresden gingen beide Teams in die Halbzeitpause.

Das dritte Viertel gehörte dann eindeutig den Gästen, die ihre aggressive Zonen-Pressverteidigung beibehielten. Dragon-Kapitän Viktor Frankl-Maus (16 Pkt, 7 Reb) und Liga-Topscorer Kameron Taylor (18 Pkt, 6 Reb, 4 Ast) ließen die Titans-Führung immer weiter schrumpfen. Lediglich „Titan“ Helge Baues (27 Pkt, 12 Reb) scorte weiter regelmäßig für Dresden. Doch auch er konnte den Buzzer-Beater von Rhöndorfs Valentin Blass zur letzten Viertelpause und zum 46:48-Zwischenstand nicht verhindern. Zu Beginn von Viertel Vier starteten die „Elberiesen“ dann extrem heiß von außen, verwandelten gleich mehrere Dreier. Die Dragons holten sich mit Taylor ihre Punkte vornehmlich an der Freiwurflinie. Beim Stand von 63:64 aus Titans-Sicht und 7,5 Sekunden verbleibender Spielzeit verwandelte Heck einen seiner zwei Freiwürfe und forcierte so die Verlängerung. Hier machten sich dann langsam Foulprobleme bemerkbar. Baues, Sebastian Heck (7 Pkt, 4 Reb) und Malick Fall (4 Pkt, 11 Reb) mussten das Spielfeld vorzeitig verlassen. Die Dragons verwandelten im Gegenzug sicher von der Linie. In einer dramatischen Schlussphase gelang beiden Teams kein Treffer aus den Feld, aber am Ende behielt Rhöndorf hauchdünn die Oberhand. Die Rand-Bonner setzten sich vor frenetisch anfeuernden Titans-Fans mit 73:71 durch und verteidigten so die Tabellenführung.

Josipovic hob nach der Partie vor allem die gegnerische Verteidigung als Faktor hervor: „Gegen Rhöndorfs Zonen-Presse haben wir viele unnötige Ballverluste gehabt. Thompsons Verletzung hat uns natürlich benachteiligt. Trotzdem haben wir Herz gezeigt, wir sind auf einem guten Weg“, ließ Dresdens Cheftrainer nach dem Spiel verlauten. Sein Rhöndorfer Kollege Thomas Adelt war froh, dass „die Mannschaft nie aufgegeben habe und letztlich auch ein „hässliches“ Spiel für sich entscheiden konnte.“

Beste Werfer:

Dresden:             Baues (27 Punkte), Schmidkunz (12),

Rhöndorf:           Taylor (18), Möller (18), Frankl-Maus (16)

Pressedienst
Dresden Titans