ProB: Niederlage und neue Gesichter

2018-01-07_Giessen_HallGießen, 07.01.2017Nach den spielfreien Tagen der Weihnachtspause fand sich eine neu formierte Mannschaft der Dresden Titans am Sonntagabend im hessischen Gießen ein, um am 15. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProB in die Erfolgsspur zurückzukehren. Doch das Star-Duo der 46ers, bestehend aus Johannes Lischka und Jeril Taylor (zusammen 45 Punkte) war an diesem Abend einfach zu stark für die „Titanen“. Zudem trafen die Gäste lediglich sieben Dreier bei 28 Prozent Trefferquote. Das Spiel aus der Distanz war sonst immer die große Stärke Dresdens, die achte Saisonniederlage die logische Konsequenz. Zumindest waren mit Willie Mangum und Yassin Debache Dresdens Neuzugänge bereits im ersten Spiel des neuen Jahres einsatzfähig. Und gleich in seinem Debüt für die Titans wurde Mangum in die Startformation beordert.

Dort fügte er sich direkt positiv in das Offensivgefüge der Gäste ein, steuerte vier Zähler (sieben insgesamt) zum 8:2-Lauf Dresdens in der Anfangsphase bei. Doch die Gießener um Kapitän und Routinier Johannes Lischka (22 Punkte, 9 Rebounds, 63% FG) ließen sich nicht beirren, gingen nach acht gespielten Minuten erstmals in Führung und mit einem 19:14-Vorsprung in den zweiten Spielabschnitt. Dort konnte auch Dresdens zweiter Neuzugang, Yassin Debache (5 Pkt, 4 Reb), seine ersten Punkte als „Titan“ verbuchen. Nach zwei schnellen Dreiern durch 46er Jeril Taylor (23 Pkt, 9 Reb) drohten die Gäste dann den Anschluss zu verlieren.  Die eingewechselten Larry Hall (7 Pkt, 7 Reb) und Bryan Nießen (5 Pkt) konterten jedoch zunächst aus der Distanz, ehe Janek Schmidkunz (17 Pkt, 3 Ast) und Marc Nagora (7 Pkt, 3 Reb) die Aufholjagd fortführten. Lischka und Alen Pjanic (7 Pkt, 4 Ast) hielten weiterhin dagegen und retteten eine knappe 36:34-Führung in die Pause.

In der zweiten Halbzeit führte Lischka dann mit sieben schnellen Punkten in Folge seine bis dato dominante Leistung ansatzlos fort. Der ehemalige BBL- und Nationalspieler schien an diesem Abend von keinem Dresdner zu verteidigen zu sein. Doch vor allem Schmidkunz steckte nicht auf, antwortete seinerseits mit 10 Punkten im dritten Viertel für die Titans. Ein ebenfalls stark aufspielender Taylor vergrößerte den Vorsprung der Gastgeber vor dem Schlussviertel dennoch auf 57:50. Die letzten 10 Minuten der Partie begannen unmittelbar mit einem 7:2-Run für die Rackelos und zwangen Titans-Headcoach Nenad Josipovic zu einem frühen Timeout. In der Folge sollte sich die Hypothek des Rückstandes letztlich als zu hoch herausstellen. Dresden konnte in der verbleibenden Zeit nie auf unter 10 Punkte verkürzen. Die Hausherren brachten mit dem 79:66-Endstand ihren 10. Saisonsieg gefahrlos über die Ziellinie.

Nach der Partie fasste Josipovic die Begegnung prägnant zusammen: „Wir haben verdient verloren. Uns ist es nicht gelungen, unsere Linie zu finden und spielerisch umzusetzen.“ Mit zwei neu zu integrierenden Spielern war dies aber auch zu erwarten. In Bezug auf die „Debütanten“ zeigte sich Josipovic indes trotz der Niederlage optimistisch: „Willie [Mangum] muss noch lernen, auch im europäischen Basketball seine Athletik gewinnbringend einzusetzen. Er ist jetzt nicht mehr am College. Aber dies sollte ihm mit steigender Spielpraxis immer besser gelingen“, so der Kroate. „Was Yassin [Debache] betrifft: Er ist gerade mal seit drei Tagen voll im Teamtraining und präsentiert sich jetzt schon als sehr intelligenter Basketballer. Wenn er bei 100 Prozent ist, wird er dem Team noch enorm helfen können. Wir sind absolut zufrieden mit seinem Auftritt heute.“

Beste Werfer:

Dresden:                             Schmidkunz (17 Punkte), Baues (8), Nagora (7)

Giessen:                              Taylor (23), Lischka (22), Hornsby (16)

Pressedienst
Dresden Titans

Foto: Jonathan Schmidt