ProB: Titans wollen erneut siegen

05-11-2017_Bryan_NicenDresden, 09.11.2017 – Bereits zum zweiten Mal in Folge konnten die Titans vergangenen Sonntag vor heimischen Publikum einen Sieg einfahren. Gegen Frankfurt gab es am Mittwoch zuvor jedoch die erste Auswärtsniederlage der Saison 2017/2018 in der 2. Basketball-Bundesliga ProB zu beklagen. Um am kommenden Samstag gegen die EN Baskets Schwelm „on the road“ wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden, müssen Dresdens Basketballer konzentrierter auftreten, als zuletzt gegen Frankfurt. Der Gastgeber und Tabellenvierte aus Schwelm zeigte sich indes in den letzten beiden Partien zumindest anfälliger, als zu Saisonbeginn. Die Baskets gewannen direkt sechs Spiele in Folge, ehe sie zuletzt gegen Iserlohn verloren und vergangenes Wochenende eine herbe Klatsche in Rhöndorf kassierten.

Doch der ehemalige Tabellenführer ist deshalb auf keinen Fall zu unterschätzen. Bislang stellen die Westfalen mit insgesamt nur 558 zugelassenen Punkten die beste Verteidigung der ProB-Südstaffel (Dresden belegt mit 574 Punkten Rang drei). Darüber hinaus verlieren die Schwelmer im Schnitt nur 14,5 mal den Ball pro Partie (Bestwert, zusammen mit Dresden). Das spricht für ein diszipliniertes und erfahrenes Team, welches mit einem Durchschnittsalter von 24,7 Jahren zu den „ältesten“ der Liga zählt. Angeführt wird die Truppe vom US-Amerikaner Christopher Hortman (19,9 PTS, 8,1 REB, 4 AS, 2,6 ST pro Spiel), der zu den vielseitigsten Akteuren der Liga gehört. Darüber hinaus kann Head Coach Falk Möller in seinem Kader neben dem litauischen Scharfschützen Andrius Mikutis (12,4 PpS, 45,2% 3er) auf gestandene deutsche Akteure zurückgreifen. Vor allem der 34-jährige Sebastian Schröter dürfte Kennern der heimischen Basketballszene ein Begriff sein. Nach über 10 Jahren bei diversen Zweitligaclubs geht er mit Schwelm in seine wohl letzte Saison.

Bei den Titans haben sich die Wogen nach dem Sieg gegen Würzburg wieder etwas geglättet. Dennoch bestehen weiterhin einige Baustellen in der Mannschaft von Cheftrainer Nenad Josipovic. So ist die Team-Dreierquote mit 36,8% zwar die ligaweit beste. Doch insgesamt trifft mit einer Feldwurfquote von 38,1% keine Mannschaft schlechter in der Südstaffel. In der gesamten ProB verwandeln nur die noch sieglosen KIT SC Gequos (39,2%) unter 40% ihrer Würfe aus dem Feld. Die „Elberiesen“ müssen also dringend ihre Ausbeute bei vermeintlich einfachen Abschlüssen in Brettnähe erhöhen, um nicht zu abhängig vom Distanzwurf zu bleiben. Die Rebound- und Verteidigungsarbeit zeigte sich hingegen in den letzten Wochen immer mehr verbessert und gehört mittlerweile zur Ligaspitze.

Eine Verteidigung auf Top-Niveau wird im fernen Westfalen auch absolut nötig sein. „Schwelm gehört zu den erfahrensten Teams der Liga. Nach zuletzt zwei Niederlagen werden sie vor ihren Fans zudem auf Wiedergutmachung brennen. Es wird sehr schwer für uns, sie auswärts zu schlagen“, gibt Josipovic zu bedenken. Zur Personalie Larry Hall und dem Dreikampf der US-Amerikaner hat Dresdens Trainer noch Folgendes zu sagen: „Wer spielen wird, entscheide ich immer am letzten möglichen Tag. Man kann nie vorhersehen, ob vielleicht jemand erkrankt oder sich verletzt. Noch sind außerdem genug Trainingseinheiten bis zum Spieltag, um sich zu empfehlen.“ Die Fans dürfen also gespannt sein, welche der ausländischen Profis das Trikot am Samstag überstreifen werden.

Pressedienst

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