ProB: Titans zu Gast bei Gequos

Debache_Schmidkunz_12-01-2018Dresden, 08.02.2018 – Die Freude der Dresdner über ihren Auswärtssieg (75:68) in Würzburg vergangenen Sonntag währte nur kurz, denn mit Sebastian Heck erlitt ein Schlüsselspieler einen Kreuzbandriss. Den Rest der Saison wird Titans-Head Coach Nenad Josipovic notgedrungen mit einem 10-Mann-Kader bestreiten müssen. Gegen den Tabellenletzten (lediglich zwei Siege) aus Karlsruhe soll am Samstag natürlich trotzdem unbedingt ein Sieg her. Sollte nämlich Bayern am 20. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProB gegen Leverkusen verlieren, dann wären die Titans bei gleichzeitigem Sieg bereits definitiv in den Playoffs. Doch Auswärtsspiele sind allein aufgrund langer Anfahrtszeiten nie zu unterschätzen.

Und die Gequos konnten ihre einzigen beiden Siege (gegen Iserlohn und Bayern) bisher nur in ihrer Heimstätte einfahren. Die Studierenden vom KIT (Karlsruher Institut für Technologie) sind also durchaus in der Lage auch höher einzuschätzende Mannschaften zu Hause zu schlagen. Zudem verstärkte sich die Institutstruppe über die Weihnachtspause mit Davorin Kuntic, der vorher in der ersten bulgarischen Liga aktiv war und in seinen ersten fünf Partien für Karlsruhe 12,8 Punkte und 2,8 Vorlagen im Schnitt erzielen konnte. Wichtigste Spieler im Kader von Trainer Jaivon Harris sind aber weiterhin der Kroate Luka Drezga (15,5 PpS) und Veteran Jeremy Black (10,8 PpS, 7,5 RpS). Das Team wird zudem äußerst motiviert sein, für die bevorstehende Relegation noch so viele Punkte wie möglich auf Würzburg und Coburg aufzuholen. Schließlich bevölkert die Ordnung der Schuppenkriechtiere seit über 50 Millionen Jahren den Planeten und auch die basketballspielenden „Gequos“ wollen ihre Anpassungsfähigkeit in der ProB unter Beweis stellen.

Ebenso anpassen müssen wird Josipovic seine Rotation in den kommenden Begegnungen. Mit Heck eines festen Bestandteils der „Starting Five“ beraubt, haben nun andere Spieler die Chance, noch stärker in den Vordergrund zu treten. Forward Marc Nagora tat in den vergangenen Partien genau das. Sein Punkteschnitt (8,4 PpS) kletterte in den letzten Wochen kontinuierlich nach oben. Es wird hochinteressant zu beobachten sein, ob etablierte Spieler wie Kapitän Janek Schmidkunz und Helge Baues noch mehr Verantwortung übernehmen, oder ob andere Rotationsspieler demnächst verstärkt in die Offensive eingebunden werden. Zumindest haben die letzten Begegnungen gezeigt, dass Neuzugang Willie Mangum (17,4 PpS) einen Großteil der „Scoringlast“ tragen kann. Heck nahm indes großen Einfluss am defensiven Ende des Feldes. Hier wird sich die gesamte Mannschaft im Teamverbund noch weiter steigern müssen, um sein Fehlen zu kompensieren.

Dies wäre mit Blick auf die bevorstehende Meisterschaftsrunde enorm wichtig. Die Endrunde muss jedoch erstmal sicher erreicht werden. Dort setzt auch Titans-Geschäftsführer Jörn Müller in seiner Einschätzung an: „Für Karlsruhe geht es um wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg in den Playdowns, für uns geht es darum, das Playoff-Ticket zu lösen. Dies wollen wir, auch ohne die Mithilfe von Leverkusen, am Samstag tun!“

 

Pressedienst
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