ProB: Wichtiger Auswärtssieg in Würzburg!

1-12-2017_BauesWürzburg, 04.02.2018 – Eine überzeugende zweite Halbzeit reichte den Dresden Titans gegen das Farmteam von s.Oliver Würzburg. Der erste Auswärtssieg im neuen Jahr war für Dresdens Basketballer aber auch mit Blick auf die anderen Ergebnisse des 19. Spieltags der 2. Basketball-Bundesliga ProB immens wichtig. So gewannen die Mitkonkurrenten aus Leverkusen und München ihre Spiele und setzten die Titans unter Zugzwang. Selbige festigen dank des Erfolgs im Klassement ihren siebten Rang. Auf Seiten der Gastgeber stand BBL-Profi Leon Kratzer nicht im Aufgebot von Coach Liam Flynn, was den „Titanen“ natürlich entgegenkam. So profitierte die Troika um Mangum, Baues und Nagora von der Abwesenheit des besten „Big Man“ der Franken und trug die Gäste offensiv zum Erfolg. Die Würzburger müssen sich nach der Niederlage nun endgültig von den Playoffs verabschieden und mit der Relegation befassen.

Die Anspannung und anderen Liga-Ergebnisse waren derweil beiden Teams direkt vom Start weg anzumerken. Verteidigt wurde engagiert und foulintensiv. Aus dem Feld fiel für beide Mannschaften zu Beginn fast nichts. Die Teamfoulgrenze war konsequenterweise schnell erreicht. Dresden zeigte sich im ersten Abschnitt jedoch wurfschwächer von der Linie (44 Prozent), als die Gastgeber (71 Prozent) und ging mit einem knappen 14:15-Rückstand in die Pause. Zu allem Überfluss verletzte sich der gerade erst von einer Sperre zurückgekehrte Sebastian Heck kurz vor Viertelende und konnte danach nicht mehr ins Geschehen eingreifen. In den zweiten 10 Minuten blieben die Titans weiter eiskalt aus dem Feld, während die Würzburger um Garrett Jackson (15 Pkt, 18 Reb) und Dejan Kovacevic (17 Pkt, 9 Reb) offensiv immer mehr in Fahrt kamen und einen 11:1-Lauf starteten. Doch Titans-Guard Mangum (22 Pkt, 2 Ast) hielt nach seiner erneuten Einwechslung mit fünf schnellen Punkten dagegen. Nach weiteren Punkten durch Baues (21 Pkt, 10 Reb, 4 Ast) und erneut Mangum war die Partie wieder offen. Bis zur Halbzeit konnten sich die Gastgeber aber vor allem dank des Duos Jackson und Kovacevic knapp mit 36:33 absetzten.

Die zweite Hälfte glich dann anfänglich beinahe einem Privatduell zwischen Würzburgs Miles Jackson-Cartwright (16 Pkt, 9 Ast) und Mangum, die jeweils fünf Punkte einstreuten. Auf Dresdner Seite überzeugte in dieser Phase neben Mangum vor allem Nagora (18 Pkt, 4 3er) als verlässliche Scoring-Option. Und dank insgesamt verbesserter Wurfquoten der „Elberiesen“ konnten diese sogar eine 57:55-Führung in das Schlussviertel nehmen. Trotz harten Kampfes der Gastgeber sollte Dresden die Führung auch nicht wieder abgeben. Vor allem Baues konnte den Druck auf die Gastgeber dank fünf Punkten in Serie sogar schnell erhöhen. Aus dem folgenden Timeout Würzburgs traf Nagora dann direkt per Dreier und ließ den Vorsprung zwischenzeitlich auf 10 Punkte anschwellen. Davon sollte sich die TG nicht mehr erholen. Baues getroffener Distanzwurf eine Minute vor dem Abpfiff glich dem finalen Dolchstoß und die „Titanen“ gewannen verdient mit 75:68.

Nach dem Abpfiff zeigte sich Titans-Head Coach Nenad Josipovic zufrieden mit dem Ergebnis. Nichtsdestotrotz ärgerte ihn die Verletzung Hecks. „Ich improvisiere nicht so gerne. Und Sebastian [Heck] ist natürlich wichtiger Teil unserer Rotation. Sein Ausfall wiegt auch deshalb schwer, weil deshalb alle Spieler weniger Energie sparen können“, so der Kroate. Auf die erneut starke Leistung von Nagora angesprochen, ließ der Trainer folgendes verlauten: „Marc [Nagora] ist ein harter Arbeiter, in jedem Training. Diese Leistungen überraschen mich deshalb keineswegs. Außerdem muss er jetzt häufiger zwischen den Positionen wechseln, auf der Drei und der Vier spielen. Das hat er sehr gut angenommen.“ Auch Titans-Geschäftsführer Jörn Müller zeigte sich von Nagoras Leistungen über die letzten Partien angetan und freute sich, dass Helge Baues durch ein starkes Spiel sein „Mini-Tief“ der letzten Wochen überwinden konnte. Leider werde das positive Ergebnis durch die Verletzung von Heck überschattet, über deren Schwere es morgen genauere Information gebe, lautete Müllers gemischtes Fazit nach dem Sieg.

Beste Werfer:

Dresden:             Mangum (22 Punkte), Baues (21 Pkt), Nagora (18 Pkt)

Würzburg:          Kovacevic (17 Pkt), Jackson-Cartwright (16 Pkt), Jackson (15 Pkt)

 

Pressedienst
Dresden Titans