ProB: Auswärts weiter nichts zu holen

Dresden Titans bleiben zum Rückrundenauftakt in Wedel auswärts weiter sieglos | Gegen den SC Rist unterliegen die Sachsen am dritten Advent mit 79:88 (23:15, 16:18, 13:28, 27:27)

Wedel, 15.12.2019 –  Zum Auftakt der Rückrunde der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB hatten sich die Dresden Titans gegen den SC Rist Wedel viel vorgenommen. Gegen den direkten Tabellennachbarn sollte ein erster Auswärtserfolg den Platz im Tabellenmittelfeld festigen. Und im Hinspiel (95:68) überzeugten Dresdens Korbjäger gegen die Norddeutschen. Doch vor heimischer Kulisse konnten die Gastgeber auf ihre Starspieler Justus Hollatz, Jalen Ross und Jürgen Rich zurückgreifen, die im ersten Duell gegen Dresden noch fehlten. Die drei erzielten zusammen starke 51 Punkte für den SC und zogen den Titans vor allem in der zweiten Halbzeit den Zahn, um final mit 88:79 zu siegen.

Dabei starteten die „Titanen“ wirklich ansehnlich in die Partie. Vor allem Georg Voigtmann (17 Pkt, 12 Reb) und Lennard Larysz (12 Pkt, 3 Ast) überzeugten in dieser frühen Phase mit ihrem bewährten Zusammenspiel. So stand es schnell 8:0 für die Gäste, ein Vorsprung, den Dresden mit 23:15 auch in die Viertelpause bringen konnte. Im Anschluss fanden die Wedeler über Rich (16 Pkt) und Hollatz (19 Pkt, 5 Ast) immer wieder den Weg an die Freiwurflinie und damit auch stetig besser in die Partie. Frühe Foulprobleme bei Dresdens Spielern waren die Folge. Zur Halbzeit behaupteten die Gäste dank eines gut aufgelegten Daniel Kirchners (13 Pkt, 4 Ast) dennoch eine 39:33-Führung.

Das folgende dritte Viertel sollte sich in der Rückschau als richtungsweisend und letztlich spielentscheidend herausstellen. Dresden blieb in den ersten drei Minuten zwar noch im Spiel. Doch ein Dunk durch Hollatz leitete einen gnadenlosen 20:4-Lauf von Rist ein, der die Gastgeber vor dem letzten Durchgang mit 61:52 in Front brachte. Ross (16 Pkt, 4 3er) traf dabei noch einen besonders bitteren Dreier kurz vor der Sirene. Ein weiterer Run brachte die Gastgeber anschließend früh mit zwischenzeitlich 16 Zählern nach vorn. Die Titans steckten jedoch nicht auf und verkürzten über Voigtmann und Eric Palm (15 Pkt, 3 Ast) sogar nochmal auf acht Punkte. Aber Zeit und Energie reichten nicht mehr für die entscheidende Wende im Spiel und Wedel brachte seinen 88:79-Sieg am Ende ungefährdet über die Ziellinie.

Der mitgereiste Geschäftsführer Rico Gottwald fasste die Niederlage nach Abpfiff gewohnt prägnant zusammen. „Es war ein starker Start, aber genauso stark haben wir nach der Pause nachgelassen. Am Ende haben wir zwar toll gekämpft, aber da war das Momentum dann schon klar gegen uns und auch offensiv hatten wir so unsere Probleme.“

Neben dem ersten Spieltag der Rückrunde gibt es indes auch abseits vom Parkett Neuigkeiten im Kader der Titans zu vermelden. Der 19-jährige Bo Meister verlässt den Verein und kehrt in seine Heimat Bremerhaven zurück. „In den letzten Monaten war ich einfach nicht wirklich glücklich. Ich war von meiner Familie und Heimat getrennt und auch sportlich war ich persönlich nicht erfolgreich.“ Dennoch betont Meister, wie gut er sich vom Team und den Titans-Mitarbeitern betreut fühlte. „Der Standort hier ist top. Meine Mitspieler und die Mitarbeiter haben mich immer voll unterstützt. Auch die Stadt Dresden ist wunderschön. Ich war aber mit meiner Leistung einfach nicht zufrieden und werde wahrscheinlich nicht mehr auf professionellem Level Basketball spielen.“ Stattdessen will sich der sympathische Norddeutsche vom Leistungssport distanzieren und den Fokus auf seine berufliche Zukunft in Form von Studium oder Ausbildung legen.  Die Organisation der Dresden Titans respektiert und unterstützt Bos Entscheidung aus vollem Herzen und wünscht ihm für seinen zukünftigen beruflichen Werdegang abseits des Feldes nur das Beste.

Im Gegenzug hat der vorher vereinslose, ehemalige Titans-Spieler Marc Nagora den vakant gewordenen Platz im „Roster“ besetzt. Der 26-Jährige spielte vergangene Saison noch für die Uniriesen Paderborn in der ProA, blieb jedoch zu Saisonbeginn 2019 vertragslos. Gottwald hatte den 2,03 Meter großen Schützen dennoch immer auf dem Zettel. Der nun freigewordene Platz im Kader ermöglichte Dresdens Manager die zügige Verpflichtung des ligaerfahrenen „Forwards“, der während seiner Zeit bei den Titans stets zu den Publikumslieblingen gehörte. „Mit Marc bekommen wir trotz seiner erst 26 Jahre einen gestandenen Veteranen, der bereits in ProA und ProB bewiesen hat, dass er einem Team mit seinen Qualitäten als Schütze und engagierter Verteidiger weiterhelfen kann. Das hat man streckenweise bereits heute in seinem Debüt gesehen.“ Zuletzt traf Nagora in Deutschlands zweithöchster Spielklasse starke 43,5 Prozent seiner Dreier bei knapp drei Versuchen pro Spiel. Gegen Wedel konnte er heute bereits einmal von außen netzen und zeigte gute Ansätze in der Defensive (3Pkt, 5 Reb, 1 Stl). Basketballfans und Titans-Anhänger können den Rückkehrer beim letzten Heimspiel des Jahres am 21.12.2019 gegen Oldenburg an seiner alten Wirkungsstätte endlich wieder „live“ in Aktion sehen. Dann treffen Dresdens Korbjäger um 18:00 Uhr in der Margon Arena auf die Baskets Juniors und wollen sich mit einem Heimsieg in die Feiertage verabschieden.

Beste Werfer:

Dresden:                           Voigtmann (17 Punkte), Palm (15), Kirchner (13)

Wedel:                               Hollatz (19), Ross (16), (Rich (16)

Pressedienst
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