ProB: Bittere Niederlage gegen Stahnsdorf

Dresden Titans unterliegen auswärts den TKS 49ers Stahnsdorf mit 68:70 (22:19, 16:18, 23:17, 7:16) | Im letzten Viertel geben Dresdens Korbjäger die Führung noch aus der Hand und lassen ihre vier Spiele währende Siegesserie reißen

 

Stahnsdorf, 09.02.2020 –  Die Erwartungen vor dem Spiel gegen den Tabellenletzten TKS 49ers Stahnsdorf waren hoch. Die Dresden Titans wollten den fünften Sieg in Serie einfahren und ihren Platz im oberen Tabellendrittel der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB festigen. Über weite Strecken schien dieser Plan auch aufzugehen. Die „Titanen“ spielten nicht unbedingt den besten Ball der Saison, behielten über einen starken Georg Voigtmann (21 Punkte, 9 Rebounds) aber größtenteils die Kontrolle und führten fünf Minuten vor Ultimo mit neun Punkten. Dann ging offensiv allerdings nicht mehr viel und der ehemalige Alba-Profi Sebastian Fülle (22 Punkte, 91 % FW) zeigte für Stahnsdorf seine Qualitäten in der „Crunchtime“, als er mit wichtigen Freiwürfen die Niederlage Dresdens besiegelte. Nun müssen die Titans weiter fokussiert nach vorn blicken, um in den verbleibenden drei Spielen ihren Playoff-Rang zu halten.

Dresdens Georg Voigtmann beim Dunk © P. Cherubim

Die Partie begann ausgeglichen und die Gastgeber traten ob ihrer prekären Situation im Abstiegskampf wie erwartet kämpferisch und furchtlos auf. Vor allem 49ers-Flügel Fülle erwischte einen sehr guten Start und traf aus allen Lagen. Auf Dresdner Seite konnten dafür Daniel Kirchner, Georg Voigtmann und Eric Palm konstant von außen einnetzen und brachten so trotz Buzzer-Dreier durch Yannick Hildebrandt ihre Farben in Front (22:19). Im zweiten Viertel blieb es aufgrund vieler Ballverluste auf beiden Seiten eng. Fülle und Diago Quinn Jr. Übernahmen offensiv den Löwenanteil für Stahnsdorf, während das Trio Kirchner, Voigtmann und Palm am erfolgreichsten für Dresden im Angriff verwertete und dadurch die knappe 38:37-Pausenführung verteidigen konnte.

Die anschließende Phase war durch zu viele Offensivrebounds der Gäste geprägt (insgesamt 17), die so immer wieder zu zweiten Chancen kamen. Dennoch konnten die „Titanen“ weiterhin freie Würfe erspielen und Max von der Wippel erhöhte zum Abpfiff des dritten Viertels sogar auf sieben Punkte Vorsprung (61:54). Über den gut aufgelegten Quinn schienen die Gastgeber im entscheidenden Durchgang aber zunächst wieder aufschließen zu können. Voigtmann und Lennard Larysz erzielten dann aber in kurzer Zeit vier Zähler, was TKS-Trainer Nicolai Coputerco prompt zur Auszeit greifen ließ. Diese fruchtete vor allem bei Stahnsdorf Thabo Paul, der trotz Foul verwandeln und den anschließenden Freiwurf treffen konnte, nur um dann noch Hildebrandt beim Dreier zu assistieren. So schmolzen neun Zähler Titans-Führung plötzlich auf drei zusammen. Nach dem folgenden Timeout durch Dresdens Coach Fabian Strauß holte Fülle über vier getroffene Freiwürfe sogar die Führung. Palm glich dann zwar aus. Doch im letzten Angriff des Spiels konnte Fülle bei 0,4 Sekunden nochmals ein Foul ziehen. Eiskalt versenkte der ehemalige BBL-Spieler beide Würfe und avancierte so endgültig zum Matchwinner.

Dresdens Daniel Kirchner beim Korbleger © P. Cherubim

Der mitgereiste Titans-Geschäftsführer machte die Niederlage nach Abpfiff jedoch nicht von den letzten Sekunden abhängig. „Wir wussten, dass Stahnsdorf gerade zu Hause alles für den Sieg tun würde. Über zweieinhalb Viertel haben wir unseren Job gut gemacht. Doch schon im dritten Viertel haben wir uns gerade beim Rebound die Butter vom Brot nehmen lassen und auch deshalb den Sack nicht früh genug zugemacht. Wenn du in den letzten 10 Minuten dann nur sieben Punkte machst, wird es natürlich schwer.“ Der Blick wird nun zeitig nach vorn gerichtet. Denn bereits nächsten Freitag wartet auswärts mit LOK Bernau eine weitere Randberliner Mannschaft auf die Titans

Statistik:

Dresden:

Voigtmann (21 Pkt, 9 Reb),  Palm (18 Pkt), Kirchner (13 Pkt, 5 Reb), Lennard Larysz (6 Pkt, 5 Reb), von der Wippel (4 Pkt), Julius Stahl (4 Pkt), Marc Nagora (2 Pkt), Sebastian Heck, Arne Wendler, Bryan Nießen, Lorenz Domrös (nicht eingesetzt)

Stahnsdorf:

Fülle (21 Pkt), Quinn (15 Pkt, 9 Reb), Hildebrand (10 Pkt)

Pressedienst
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