ProB: Dresden Titans verpassen Halbfinale

Dresden Titans unterliegen Itzehoe Eagles mit 70:88 (12:20, 23:31, 19:19, 16:18) im Viertelfinale der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB | Nach fünf Playoff-Siegen in Serie bedeutet die einzige Niederlage in der Endrunde das vorzeitige Aus für Dresden

Itzehoe, 08.05.2021 – Nach insgesamt 22 Siegen und nur fünf Niederlagen endet die Saison 2020/2021 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB für die Dresden Titans. Mit 70:88 mussten sich Dresdens Korbjäger auswärts den Itzehoe Eagles im dritten Viertelfinalspiel geschlagen geben und damit von ihren Halbfinalträumen verabschieden. Die Gastgeber erspielten sich in Halbzeit Eins ein großes Polster, während die „Titanen“ über den gesamten Abend mit ihrer Wurfquote haderten und nur 30 Prozent ihrer Feldwürfe verwandeln konnten. Dennoch zeigten die Blau-Weißen stetig den Kampfgeist und die Charakterstärke, welche dem Team und Headcoach Fabian Strauß die erfolgreichste Spielzeit seit 2016 beschert hatten. So kamen die Titans im letzten Viertel zwischenzeitlich nochmal auf neun Punkte heran. Doch Corona-Zwangspause und das dritte Spiel in sechs Tagen schienen schließlich ihren Tribut zu fordern und die Eagles konnten mit einer tollen Leistung verdient ihren ersten Halbfinaleinzug der Vereinsgeschichte feiern.

Das Spiel – Beide Teams strauchelten in den ersten vier Minuten in der Offensive. Kaum ein Wurf aus dem Feld fand sein Ziel. Doch dann brach Itzehoes Marko Boksic den Bann mit einem Dreier und der physische Chris Cooper packte noch Zähler am Brett drauf. So zog Strauß beim Stand von 9:2 sein erstes Timeout. Hernach gelang schließlich auch Dresden über Lenny Larysz der erste Treffer von außen. Es sollte bei 11 Versuchen der einzige im ersten Viertel bleiben. Dagegen agierten die Eagles variabler, trafen über Boksic sowie Cooper konstanter und setzten sich mit 12:20 ab. Im Anschluss blieb Boksic brandgefährlich, traf zwei weitere Dreier und brachte die Titans beim Stand von 16:29 in arge Probleme. Als dann auch noch Big Man Yasin Kolo von außen netzte, schien alles nach Plan für die Gastgeber zu laufen. Zwar stemmten sich die „Titanen“ mit vollem Körpereinsatz gegen die Gastgeber und konnten durch einige Freiwürfe und Dreier von Larysz, Arne Wendler und Julius Stahl zumindest den Anschluss halten. Die erste Hälfte gehörte jedoch klar den Gästen um Cooper, der mit seiner Geschwindigkeit und starken linken Hand fast ein Double-Double (14 Punkte, neun Rebounds) auflegte und großen Anteil an der 35:51-Führung seiner Farben trug.

Auch nach der Unterbrechung wirkten die Itzehoer wie entfesselt, bauten ihren Vorsprung über Cooper und Boksic weiter aus. Kolo blieb ebenfalss zielsicher und sorgte mit seinem weichen Handgelenk beim Stand von 41:64 für die höchste Führung der Nacht. Strauß griff erneut zur Auszeit, um vielleicht doch noch die entscheidende Initialzündung zu entfachen. Doch die „Seeadler“ beantworteten gefühlt jede gelungene Aktion Dresdens mit Treffern. Zumindest sorgten Arne Wendler mit sehenswertem Dunk, Max von der Wippel per „And One“ sowie Larysz mit seinem vierten Dreier noch für ein ausgeglichenes drittes Viertel und verkürzten auf 54:70. Im finalen Durchgang spielten die Elberiesen dann mit dem Mut und Tempo der Verzweiflung, noch auf drei Punkte zu verkürzen, zu gewinnen oder auszuscheiden. Und tatsächlich, mit Georg Kupke auf dem Feld setzten die Dresdner plötzlich ungeahnte Energien frei, starteten über Georg Voigtmann, Bryan Nießen, Von der Wippel und Stahl einen 11:4-Lauf. Cooper und Kolo sorgen mit Zählern am Brett aber schnell für Ruhe im Eagles-Horst. Dann traf Kapitän Voigtmann endlich seinen ersten Dreier und ließ die Titans beim Stand von 70:80 und noch knapp drei Minuten wieder hoffen. Für das wahre Wunder reichte die Kraft indes nicht mehr. Itzehoe verteidigte mit allen Adlerklauen die nötige Führung für das Weiterkommen und schlug Dresden letztlich mit 70:88.

Stimme zur Partie – Nach der ersten Enttäuschung stand beim mitgereisten Titans-Geschäftsführer Rico Gottwald trotz der Niederlage das Positive im Vordergrund: „Sicher ist es schade, dass es heute nicht geklappt hat. Das wäre das I-Tüpfelchen auf eine grandiose Saison gewesen. So bleibt unterm Strich aber immer noch eine sehr gute Saison stehen. Auf diese Truppe können die Fans, Sponsoren und Gesellschafter stolz sein. Was sie und das Trainer-Team unter widrigen Umständen in dieser verrückten Corona-Saiosn geleistet haben ist wirklich bemerkenswert. Jetzt lassen wir das Ganze ein paar Tage sacken und dann geht es schon wieder los mit der Planung für die kommende Saison.“ Gottwalds großer Wunsch ist dann wieder die Rückkehr zu mehr Normalität: „Hoffentlich können wir bald wieder vor Publikum spielen, nochmal so eine Saison hinlegen, die Fans mitnehmen und das Feuer entfachen!“

 Statistik –

 Dresden: Larysz (18 PKT), Stahl (12 PKT), Wendler (10 PKT)

Itzehoe: Hooper (22 PKT, 18 REB, 5 AST, 4 BLK), Kolo (20 PKT, 6 REB), Boksic (18 PKT)

PlayOffs Gruppe 6

# TEAM G S:N PKT
1 Itzehoe 3 2 : 1 4
2 Schwelm 3 2 : 1 4
3 Dresden 3 2 : 1 4
4 Sandersdorf 3 0 : 3 0

Pressedienst
Dresden Titans