ProB: Löwen gezähmt – Achter Sieg in Folge!

Dresden Titans gewinnen mit 86:81 (21:23, 31:18, 17:20, 17:20) gegen die Basketball Löwen aus Erfurt | Damit bleiben Dresdens Korbjäger in der Südstaffel der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB ungeschlagen

Dresden, 21.11.2021 – Die Dresden Titans können auch noch zu alter Heimspielzeit am Sonntagnachmittag gewinnen. Vor 811 Zuschauern setzten sich die „Titanen“ in ihrem achten Saisonspiel mit 86:81 gegen die Basketball Löwen aus Erfurt durch. In einer hochklassigen und engen Partie mit mehreren Aufholjagden und Führungswechseln, behielten die Blau-Weißen am Ende durch eine ausgeglichene Teamleistung verdient die Oberhand. Mit ihrem nun achten Sieg in Serie sind die Titans zudem das einzige noch ungeschlagene Team in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB-Südstaffel und damit weiterhin Tabellenführer.

© P. Cherubim

Das Spiel – Danach sah es zunächst jedoch überhaupt nicht aus. Die Gäste wirkten von Beginn an fokussierter und erwischten den Tabellenführer eissskalt. Vor allem US-Import Tyseem Lyles überzeugte mit Treffsicherheit, verwandelte seine ersten vier Dreier und zwang Titans-Headcoach Fabian Strauß in der fünften Minute bei 12 Zählern Rückstand zur ersten Auszeit. Die Besprechung half prompt. Julius Stahl von außen und Tanner Graham am Korb verkürzten zügig auf 10:17. Dann wachte Grant Teichmann auf, netzte ebenfalls von außen und verwandelte einen taffen Layup trotz Fouls. Als dann noch Graham mit einem spektakulären „Up-and-Under“Korbleger auf 21:23 stellte, waren die Titans und die Fans in der Halle wieder voll da! Diese Energie beflügelte Bryan Nießen, der nach seiner ersten Einwechslung gleich von „Downtown“ lötete und seinen Farben die erste Führung des Abends bescherte. Nießen erwies sich als echte Zündkerze von der Bank. Zusammen mit Sebastian Heck und Nico Wenzl erhöhten die Eingewechselten sukzessive auf 36:30 und ließen Löwen-Trainer Uvis Helmanis in der 15. Minute zum Timeout greifen. Doch Nießen und Heck feuerten weiter vom Perimeter und ließen die Löwen leiden. Zusammen erzielten beide 21 Zähler im zweiten Viertel. Nießen sorgte mit seinem dritten Dreier kurz vor Ablauf der Uhr dann auch für die 52:41-Führung den glorreichen Schlusspunkt zur ersten Halbzeit.

© P. Cherubim

In der Pause schien sich vor allem Erfurts Jan Heber einiges vorgenommen zu haben. Erst stopfte der nur 1.86 Meter große Guard den Ball brutal durch die Reuse, nur um im Anschluss seine Wurfqualitäten von außen zu demonstrieren. Zusammen mit Lyles‘ Dreier initiierte Heber so einen 13:3-Lauf und ließ Strauß das Timeout nehmen. Hernach besorgten Nico Wenzl (zwei Dreier) sowie Julius Stahl und Georg Voigtmann dringend benötigte Punkte für Dresden. Denn Lyles und Kamdem meinten es ernst mit dem „Comeback“, verkürzten vor dem Schlussabschnitt noch auf 69:61. Und der überragende Lyles machte mit wichtigen Treffern aus der Mitteldistanz sofort weiter Druck.

Dann Auftritt Max von der Wippel: Der Titans-Pivot zeigte plötzlich sein gesamtes Repertoire an Lowpost-Bewegungen, scorte wichtige acht Zähler und bediente Wenzl mustergültig beim Backdoor-Cut. Wenzl und Wippel, dieses Duo war zu Beginn des vierten Viertels Erfolgsgarant. Indes punkteten Kamdem und Lyles ebenfalls fröhlich weiter. Als zu allem Überfluss auch noch Guy Edi einen schweren Dreier ins Gesicht von Graham drückte und damit auf 79:76 verkürzte, war knapp drei Minuten vor Ultimo wieder alles offen. Doch Edi foulte kurz darauf aus und die „Titanen“ trafen wichtige Freiwürfe. Kapitän Voigtmann schlug dann mit einem herrlichen „Reverse-Korbleger“ im Fastbreak den Nagel in den Sarg. Endstand 86:81 für die Titans!

Stimme zur Partie – Strauß: „Riesen Respekt an Erfurt. Sie waren sehr körperlich und haben viel Qualität. Mit dieser Mannschaft werden sie sicher noch einige Mannschaften überraschen. Aber wir dürfen als Tabellenführer auch nicht so auftreten in den ersten Minuten.”

Auf die „ungewöhnlichen“ Topscorer angesprochen gab Dresdens Coach folgende Einschätzung ab: „Unser Spiel ist so gestaltet, dass jeder darf und jeder punkten soll. Heute waren das eben Nico und Bryan. Natürlich wurde Grant das Leben heute auch extra schwer gemacht. Aber daran wachsen wir auch als Mannschaft. Wir haben noch so viel mehr Potential.“

Statistik –

Dresden: Wenzl (15 PTS, 3 3PM), Nießen (15 PTS, 67% FG), Graham (11 PTS, 4 REB), Stahl (10 PTS),

Erfurt: Lyles (26 PTS, 6 3PM), Kamdem (21 PTS, 8 REB), Heber (14 PTS, 1 Dunk)

Termine: 03.12.2021 um 19:30 Uhr @Koblenz, 12.12.2021 um 16:00 Uhr vs. Speyer @Margon Arena

Hauptrunde

# TEAM G S:N PKT
1 Dresden 8 8 : 0 16
2 Koblenz 9 7 : 2 14
3 Ulm 8 6 : 2 12
4 Erfurt 8 5 : 3 10
5 Frankfurt 8 5 : 3 10
6 Speyer 9 5 : 4 10
7 Oberhaching 8 4 : 4 8
8 Hanau 6 2 : 4 4
9 Gießen 8 2 : 6 4
10 KIT Karlsruhe 9 2 : 7 4
11 Coburg 7 1 : 6 2
12 München 8 1 : 7 2

Pressedienst
Dresden Titans