ProB: Schalke schmeißt Titans in Runde 1 raus

Foto: Ben Gierig

Dresden, 18.03.2018 – Über 1822 Zuschauer waren dem Ruf „Alle in die Halle“ gefolgt und pilgerten am Sonntagnachmittag in die Margon Arena, um Spiel zwei der Achtelfinalserie in der 2. Basketball-Bundesliga ProB zwischen den Dresden Titans und dem FC Schalke 04 zu verfolgen. Aus Dresdner Sicht wurden die Gäste ihrer Favoritenrolle leider gerecht und machten mit dem 73:70-Sieg ihr Weiterkommen perfekt. In einer packenden Begegnung entschied vor allem das Duell um die Bretter, welches die Gäste mit beeindruckenden 17 Offensivrebounds klar gewannen. Auch die Vorlagen- und Ballverlustraten zeigten Vorteile für die Gelsenkirchener. Für Dresden beginnt nach dem Ausscheiden nun die lange Pause vor der Spielzeit 2018/2019 in Deutschlands dritthöchster Spielklasse.

Aber im letzten Saisonspiel 2017/2018 ließen Anspannung und Tragweite die Partie von Beginn an enorm intensiv werden. Defensiv patrouillierte Dresdens Malick Fall ( 5 Pkt, 6 Reb) die eigene Zone und blockte einige Würfe der Schalker spektakulär. Offensiv waren die Highlights indes eher rar gesät, bis Shawn Gulley (11 Pkt, 6 Reb) die Gäste mit zwei Dreiern in Führung gehen ließ und Titans-Headcoach Nenad Josipovic zur Auszeit zwang. Doch die Gelsenkirchener drückten weiter und konnten das erste Viertel mit einer 22:14-Führung beenden. Zu Beginn des zweiten Durchgangs lieferte dann Bryan Nießen per Dreier direkt Unterstützung von der Bank der Titans. Janek Schmidkunz (24 pkt, 8 Ast) und Helge Baues (11 Pkt, 9 Reb) punkteten zudem wie im Hinspiel zuverlässig für die Gastgeber. Die „Elberiesen“ spielten in dieser Phase teamdienlich, „scorten“ ausgeglichen und verringerten stetig den Rückstand. Schmidkunz‘ aufeinanderfolgende Dreier besorgten sogar die erste Dresdner Führung, ehe Veteran Patrick Carney (21 Pkt) die Weichen zur Halbzeit auf 37:37-Gleichstand stellte.

Der Start aus der Pause verlief dann nach vier schnellen Punkten der Schalke nicht wie gewünscht für die Titans.  Doch Larry Hall (5 Pkt, 5 Reb) und erneut Schmidkunz sorgten mit einem 8:1-Lauf für Entlastung auf Seiten der Gastgeber. Die Gäste konnten sich jedoch auf ihren von der Bank kommenden Kapitän Carney verlassen, der immer wieder eiskalt auch schwierigste Würfe traf. Die „Knappen“ drohten zu enteilen, aber „Titan“ Willie Mangum (9 Pkt) verkürzte vor den finalen 10 Minuten noch auf 54:57. Zum Start des vierten Viertels konnte Schmidkunz in der Folge von „Downtown“ ausgleichen. Dresdens Nummer fünf blieb heiß und zwang Gästetrainer Raphael Wilder nach seinem nächsten Dreier zur Auszeit. Die Partie nahm in den letzten Minuten nochmals an Fahrt auf und es folgte ein Führungswechsel auf den nächsten. Ein schwieriger Dreier in der 37. Minute von Carney wurde postwendend von Marc Nagora beantwortet. In den entscheidenden Schlussmomenten der Partie war den Titans jedoch kein Wurfglück beschieden. Courtney Belger und Carney trafen im Gegenzug. Kurz vor Ultimo hatte Dresden noch die Chance per Dreier in die Verlängerung zu kommen, doch der Versuch von Mangum verfehlte und die Partie endete mit 73:70 für den FC Schalke.

Wilder lobte nach dem Sieg seines Teams die Verteidigungsarbeit seiner Spieler:“ Wir haben viele gute Verteidiger und unsere defensive Identität heute bestätigt. Auch das Rebound-Duell haben wir klar gewonnen.“ Die bessere Arbeit der Gäste am Brett war auch für Josipovic entscheidend: „17 Offensivrebounds sind natürlich spielentscheidend. Die Schalker haben das mit ihrer Erfahrung und ihrem breiten Kader dann gut gemacht und verdient gewonnen.“ Obschon ausgeschieden fand der Kroate in der abschließenden Pressekonferenz noch warme Worte für seine Mannschaft: „Trotz unseres kleinen Kaders und dem Ausfall von Sebastian [Heck] haben wir in den letzten Monaten immer mit Herz gespielt und trainiert. Mein Dank gilt jedem einzelnen Spieler!“

 

Beste Werfer:

 

Dresden:             Schmidkunz (24 Punkte), Baues (11), Mangum (9)

 

Schalke:               Carney (21), Sperber (12), Gulley (11)

 

Pressedienst
Dresden Titans