ProB: Neuzugang im Doppelpack

Dresden, 10.12.2018 – Gestern noch hat Interimscoach René Naumann die Mannschaft beim Auswärtsspiel in Wedel betreut. Jetzt kann er sich wieder dem Tagesgeschäft widmen, denn mit Markus Röwenstrunk steht der offizielle Nachfolger von Nenad Josipovic nach länger andauernder Suche fest. Der Abgang von US-Import Brandon Watkins stellte Titans-Geschäftsführer Jörn Müller zudem vor die Aufgabe, auch am Kader nachzubessern. Mit Julian Scott wurde der passende Kandidat gefunden und vertraglich zunächst bis Saisonende an die „Titanen“ gebunden.

Auch Röwenstrunk verpflichtet sich zunächst bis Saisonende die Geschicke der Titans als neuer Cheftrainer zu lenken. Der 40-jährige hat die schwierige Aufgabe, die Mannschaft mitten in der Saison zu übernehmen und in erfolgreichere Bahnen zu lenken. Müller verspricht sich trotz der schwierigen Ausgangslage viel vom neuen Trainer: „Ich erwarte mir von Markus, dass er es mit seiner analytischen und ruhigen Art schafft, Julian schnell zu integrieren und dem gesamten Team zu mehr Konstanz verhilft. Dass wir definitiv ein Team sind, welches in der Pro B vorn mitspielen kann, haben wir bereits bewiesen. Bislang fehlt aber einfach die Konstanz.“
Der diplomierte Psychologe ist ein sehr erfahrener Übungsleiter und spielte in der Vergangenheit zudem selbst unter anderem vier Jahre an der California State Stanislaus University in Turlock, Kalifornien und bei diversen Vereinen in Deutschland und in der zweiten Liga für Paderborn und Kronberg. Gecoacht hat der A-Lizenz-Trainer schon im Jugendbereich von Bundesligist RASTA Vechta, beim BBG Herford in der 1. Regionalliga West sowie in der vergangenen ProB-Nord-Saison für Rot-Weiss Cuxhaven. Der 2,00 Meter große gebürtige Herdecker kennt Liga und Strukturen also ganz genau.

Das lässt sich ebenfalls über Scott sagen. Der 28-jährige Amerikaner spielte bereits für mehrere deutsche Vereine in ProA und ProB. In der Saison 2015/2016 legte er für die Uni-Riesen Leipzig starke 20 Punkte und 10 Rebounds im Schnitt auf. Der 2,03 Meter große und 110 Kilogramm schwere „Big Man“ ist tatsächlich eine Macht unter den Körben und sollte den Titans mit seiner Physis und Erfahrung sofort weiterhelfen können. Letzte Saison trat er mit den Iserlohn Kangaroos sogar gegen seinen neuen Arbeitgeber an und beeindruckte Müller schon damals. „Julian kennt Europa und er kennt Deutschland. Zu diesem Saisonzeitpunkt konnten wir uns auf keinen unerfahrenen Amerikaner einlassen, dem Land und Liga völlig fremd wären“, erläutert Müller die Verpflichtung. Zuletzt war der in Sacramento, Kalifornien geborene Profispieler in der ersten slowakischen Liga für den BC Prievidza aktiv. Nun freut er sich auf die Rückkehr nach Deutschland und seine neue Aufgabe bei den Dresden Titans.

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Scott: germanhoops.com
Röwenstrunk: Arne Wittenborn

ProB: Titans unterliegen neuem Tabellenführer

Wedel, 09.12.2018 –  Zum Rückrundenauftakt und 12. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga konnten die Dresden Titans auch unter Interimscoach René Naumann nicht den „Auswärtsfluch“ brechen und bleiben in der aktuellen Saison in der Fremde weiter erfolglos. Gegen den neuen Tabellenführer der ProB-Nord, den SC Rist Wedel, blieben die „Titanen“ größtenteils blass. Eine schlechte Dreierquote und mehr Ballverluste als Korbvorlagen besiegelten die verdiente Niederlage. Mit noch zwei ausstehenden Heimspielen im Kalenderjahr 2018 haben die „Elberiesen“ dennoch gute Chancen, das Weihnachtsfest auf einem Playoff-Platz zu verbringen.

 Und zu Beginn präsentierten sich die Gäste aus „Elbflorenz“ auch kurzzeitig wie ein Playoff-Team. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und mehreren Offensivrebounds durch den Rückkehrer und gebürtigen Hamburger Helge Baues (15 Pkt, 10 Reb) musste Wedels Headcoach Felix Banobre gar zur frühen Auszeit greifen. Danach stand die Zonenverteidigung von Rist sicherer und Dresden traf kaum Würfe von außen. Die Gastgeber bewegten im Gegenzug gut den Ball und spielten einfache Abschlüsse in Korbnähe heraus. Vor allem Jürgen Rich (22 Pkt, 8 Reb) bereitete der Titans-Defensive Probleme. Folgerichtig führte der SC mit 22:14 zur Viertelpause. In den nächsten Minuten fiel dann auf beiden Seiten so gut wie nichts. Für die Zuschauer war es bei Quoten von teilweise weit unter 30 Prozent deshalb kein sonderlich attraktives Spiel. Da war es fast schon positiv zu bewerten, dass die Titans trotz unglaublich schwacher Ausbeute im Angriff nur mit 24:35 zur Halbzeit zurücklagen.

Nach der Pause zeigten sich die Sachsen zunächst treffsicherer aus der Distanz und starteten über Sebastian Heck (11 Pkt) und Daniel Kirchner (6 Pkt) einen 8:0-Lauf, der erst durch Wedels Litauer Aurimas Adomaitis (16 Pkt, 8 Reb) unterbrochen werden konnte. Zudem erhielt SC-Forward Ryan Logan (12 Pkt, 5 Reb) früh sein drittes Foul. Die Gastgeber verloren zusehends ihren Rhythmus, während Dresden schneller spielte und entschlossener wirkte, als noch im ersten Durchgang. Robert Kujundzic (8 Pkt, 7 Reb) traf sogar mit dem „Buzzer“ und die Gäste lagen nur noch mit 45:49 zurück. Im Anschluss entwickelten sich zerfahrene Schlussminuten. Viele Ballverluste zerstörten jeglichen Spielfluss. Nur vereinzelt gelangten die „Titanen“ zu Punkten über Baues unter dem Korb. Drei Minuten vor dem Ende konnte Wedel den Vorsprung dank Adomaitis wieder auf 10 Punkte ausbauen. Rich erhöhte kurze Zeit später gar auf 14 Zähler und zwang Naumann zum Timeout. Bei insgesamt 20 Ballverlusten und nur 28 Prozent Feldwurfquote (14 Prozent Dreierquote) auf Dresdner Seite war die Messe jedoch gelesen und Wedel gewann verdient mit 69:54.

Der mitgereiste Titans-Geschäftsführer Jörn Müller fasste die Partie nach Abpfiff prägnant zusammen: „In der ersten Halbzeit waren sowohl Defensive als auch Offensive grottig. Im dritten Viertel haben wir kurz gezeigt, dass wir verteidigen können, aber im Angriff waren wir über die gesamten 40 Minuten schlicht harm- und einfallslos.“ Die kurze Ära Naumann endet mit dem morgigen Tag und der Ankunft des neuen Trainers. Naumann ist nach dem knapp zweiwöchigen Intermezzo froh, sich wieder voll auf seine Aufgaben als Regional- und Nachwuchstrainer konzentrieren zu können.

 

Beste Werfer:

Dresden:                             Baues (15 Pkt), Heck (11), Kujundzic (8)

Wedel:                                 Rich (22), Adomaitis (16), Logan (12)

 

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Bild: Jürgen Rich
© Claus Bergmann

ProB: Schlechte Erinnerung wegwedeln

Dresden, 09.12.2018 – Es ist der 12. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga und gleichzeitig Rückrundenauftakt in der ProB-Nordstaffel für die Dresden Titans. Gegner ist der Tabellenzweite SC Rist Wedel, also die Mannschaft, die den Titans die bislang einzige Heimniederlage beibringen konnte. Doch nach einem hart erkämpften Heimerfolg vergangene Woche gegen Bochum unter Interimscoach René Naumann, ist das gesamte Team guter Dinge endlich diesen verfluchten ersten Auswärtssieg einzufahren. Gespielt wird dabei in der Steinberghalle, wo die Wedeler ihrerseits noch ungeschlagen sind.

Aber: Die Heimstätte des SC „bröckelt“ laut eigener Aussage. „Mängel“ am Hallenboden sorgen für „Stolpergefahr“ (vgl. scrist.de). Vielleicht ist das der entscheidende Heimvorteil der Rand-Hamburger? Der Verein wurde zumindest bereits offiziell von der Liga verwarnt. Davon abgesehen wussten die Gastgeber aber durchaus sportlich im bisherigen Saisonverlauf zu überzeugen. Mit Ryan Patrick Logan, Lars Kamp und Aurimas Adomaitis erzielen gleich drei Akteure 14 oder mehr Zähler im Schnitt. Vor allem Logan verursacht bei einigen Titans-Anhängern bestimmt noch Albträume, war es doch sein „Alley-Oop-Dunk“ in letzter Sekunde, der Dresdens Niederlage im Hinspiel besiegelte.

Möglich gemacht wurde diese spektakuläre Sequenz durch einen defensiven Lapsus in der Verteidigungsarbeit der „Elberiesen“. Die Teamverteidigung zeigte sich beim letzten Heimspiel gegen Bochum aber schon verbessert. Und sicherlich möchte kein Titans-Spieler nochmal in ähnlicher Manier verlieren. Essentiell wird im Übrigen auch das mannschaftliche Scoring, denn nach dem Abgang von Topscorer Brandon Watkins müssen Würfe neu verteilt und offensive Verantwortung von anderen Spielern übernommen werden. Vor allem Luka Kamber zeigte im Spiel gegen Bochum mit einer Saisonbestleistung von 26 Zählern, dass mit ihm zu rechnen ist. Auch die Formkurve von Helge Baues geht konstant nach oben. Dank steigender Minutenzahl wird mit ihm zu rechnen sein.

Für Titans-Geschäftsführer Jörn Müller geht es indes nicht um einzelne Spieler oder Statistiken. Vielmehr wünscht sich der 39-jährige mehr von dem „gelebten Teamspirit aus dem Bochum-Spiel“. Müller weiter: „Wenn wir konzentriert arbeiten und füreinander einstehen und kämpfen, dann ist auch ein Sieg gegen Wedel möglich.“

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Titans ringen Bochum in der BallsportArena nieder

Dresden, 01.12.2018 – Die Adventszeit startet für die Dresden Titans trotz ungünstigster Vorzeichen mit einem sportlichen Paukenschlag. Mit 78:75 (45:40) gegen die VfL Astrostars Bochum feierten die „Elberiesen“ ihren fünften Saisonsieg und das obwohl sie ihr Heimspiel diesmal „auswärts“ in der BallsportArena durchführen mussten, nachdem die Margon Arena an diesem Wochenende ausnahmsweise nicht zur Verfügung stand. Das tat der Stimmung auf den Rängen jedoch keinen Abbruch. Mit 1437 Zuschauern feierten die „Titanen“ beim Gastspiel im Messegelände sogar noch einen Saisonrekord, bei dem niemand sein Kommen bereute.

Nachdem sich die “Elberiesen” unter der Woche von Headcoach Nenad Josipovic getrennt hatten, mussten sie zudem auch noch auf US-Center Brandon Watkins wegen eines Infekts verzichten. Doch die Mannschaft, unter der Leitung von Interimstrainer Rene Naumann, rückte enger zusammen und zeigte über 40 Minuten eine kämpferische Leistung, die von Beginn an den Funken auf die Tribüne überspringen ließ. Dank eines famos aufspielenden Luka Kamber (26 Punkte / 7 Rebounds) legten die Hausherren los, wie die Feuerwehr. Ihren 28:14-Vorsprung nach dem ersten Viertel bauten die Titans zu Beginn des zweiten Abschnitts gar auf 40:20 aus. Jedoch schien dies als Weckruf für den Tabellendritten aus Bochum zu dienen. Bis zur Halbzeit holten die AstroStars Punkt um Punkt auf und sorgten so mit einem 40:45-Halbzeitstand wieder für ausgeglichene Verhältnisse.

Nach dem Pausentee entwickelte sich so ein echter Hitchcock-Thriller, der zu beiden Seiten ausgehen konnte. Während Florian Wendeler (18 Pkt. / 6 Rbs.) und Montrael Scott (14 / 7) zwischendurch die Gäste in Führung brachten, sprangen auf Dresdner Seite mit Helge Baues (15), Sebastian Heck (11) und Robert Kujundzic (10) gleich drei weitere Spieler mit zweistelligem “Scoring” in die Bresche. Doch zum ausschlaggebenden Punkt wurde letztlich die mannschaftlich geschlossene Defensivarbeit sowie der Rückhalt der Zuschauer, die sich im Schlussabschnitt zum entscheidenden Faktor entwickelten. Allen voran, als Luka Kamber 40 Sekunden vor Ultimo per Korbleger für den letzten Führungswechsel zum 72:71 sorgte, explodierte die BallsportArena.

Unter ohrenbetäubendem Lärm versagten Bochums Felix Engel (13), der die Gäste zunächst noch zu Beginn der Schlussminute in Führung gebracht hatte, kurz vor Ende die Nerven an der Freiwurflinie. Anders dagegen Kamber, der mit vier verwandelten Foulwürfen in den Schlusssekunden den Deckel auf den verdienten Heimsieg drauf machte. „Das war ein verdammt wichtiger Sieg für die gesamte Mannschaft“, freute sich ein zufriedener Interimscoach René Naumann, den der Fanclub zu Beginn der Partie mit Sprechchören herzlich willkommen geheißen hatte. Nach Spielende hatten sich dann auch seine Spieler ihr Fan-Choreo verdient. Mit einer ausgiebigen „Ufta“ feierte die Forza-Blue-Kurve die gesamte Mannschaft und verabschiedete sich so gebührend von der BallsportArena.

Punkteverteilung:

DRESDEN: Luka Kamber (26 Punkte), Helge Baues (15), Sebastian Heck (11), Robert Kujundzic (10)

BOCHUM: Florian Wendeler (18), Scott Montrael (14), Felix Engel (13)

 

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ProB: Brandon Watkins verlässt Dresden

Dresden, 05.12.2018 – Die Dresden Titans trennen sich vorzeitig von ihrem amerikanischen Profispieler Brandon Watkins. Bereits im vergangenen Heimspiel gegen Bochum setzte der 2,06 Meter große Center aus. Nun ist es Gewissheit. Wie in der vergangenen Saison verlässt ein US-Profi (damals Travis Thompson) die sächsische Landeshauptstadt vorzeitig. Watkins war trotz teilweise beeindruckender Leistungen auf dem Parkett (Spieler des Monats Oktober der ProB und mit 17,5 PpS Topscorer der Titans) abseits des Feldes nie wirklich in seiner neuen Heimat angekommen. Den mit 23 Jahren noch relativ jungen Profi plagten Heimweh und familiäre Probleme.

„Persönliche und familiäre Schwierigkeiten machten eine weitere professionelle Zusammenarbeit unmöglich, sodass wir uns entschieden haben, den Vertrag im beiderseitigen Einvernehmen zu beenden“, begründet Titans-Geschäftsführer Jörn Müller folgerichtig den Abgang. Dresdens Manager fuhr Watkins bereits heute früh persönlich zum Flughafen nach Prag, um „The Beast“ eine schnelle Rückkehr nach Atlanta zu ermöglichen.

Auf die spektakuläre Spielweise und Athletik des Amerikaners müssen Fans nun verzichten. Jedoch hat die Mannschaft letzten Sonntag in der BallsportArena bewiesen, dass sie auch ohne Watkins gewinnen kann. Der erfolgreiche Interimscoach René Naumann wird das Team übrigens noch eine weitere Woche betreuen und auch beim Auswärtsspiel gegen Wedel an der Seitenlinie stehen, da noch kein passender Nachfolgekandidat für Nenad Josipovic gefunden werden konnte. Müller möchte nicht „einfach nur die Lücke schließen“ und bleibt bei der Suche deshalb besonnen und geduldig.

 

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ProB: Gegen Bochum in der BallsportArena

Dresden, 29.11.2018 –  Zum 11. und letzten Spieltag der Hinrunde in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB feiern die Titans und die gesamte Liga ein Novum: Zum Eventspieltag in der BallsportArena findet erstmals eine Partie in Deutschlands professionellen Basketballspielklassen auf LED-beleuchtetem Glasboden statt. Gegen den Tabellendritten aus Bochum wollen Dresdens Basketballer auch in ungewohnter Halle ihre bisherige Heimstärke bestätigen und die letztwöchige Pleite in Wolfenbüttel vergessen machen (56:75-Auswärtsniederlage). Nicht mehr dabei sein wird kroatische Cheftrainer Nenad Josipovic, der das Team fast anderthalb Jahre betreute.

„Wir haben uns nach der herben Niederlage gegen Wolfenbüttel dazu entschlossen, Nenad Josipovic nicht länger als Trainer der Dresden Titans zu beschäftigen. Natürlich ist der Coach nicht allein verantwortlich für den wenig überzeugenden Auftritt letzte Woche“, so Titans-Geschäftsführer Jörn Müller in Hinblick auf den Trainerwechsel. „Auch von der Mannschaft erwarte ich am Sonntag gegen Bochum eine Reaktion. Dennoch ist die Trennung in unseren Augen der richtige Schritt“, Müller weiter. Dabei erfolgte die Angelegenheit auf „absolut professionellem Niveau“ und konnte von beiden Parteien in dieser Situation nachvollzogen werden. Die Position des Cheftrainers wird nicht vor nächster Woche neu besetzt. Die Suche nach einem geeigneten Nachfolger läuft indes bereits auf Hochtouren. Als Interimslösung fungiert derweil vereinsintern René Naumann, der das Team auch am Sonntag betreuen wird. Dominik Zemann behält seinen Posten als Co-Trainer.

Trotz all dieser äußeren Umstände möchten sich die „Elberiesen“ gegen starke und erfahrene Bochumer bestmöglich präsentieren. Die mussten zuletzt zwar gegen Itzehoe eine Niederlage hinnehmen, verfügen mit Felix Engel (12,7 PpS, 4,9 Ast) und Montrael Scott (15,4 PpS, 2,9 ApS) aber über den vielleicht stärksten „Backcourt“ der Liga. Die „Pötter“ agieren dank ihrer Erfahrung (24,2 Jahre im Durchschnitt) zudem sehr physisch und routiniert in der Verteidigung.

Titans-Co-Kapitän Bryan Nießen ist dennoch guter Dinge: „Klar darf uns so ein Ding wie gegen Wolfenbüttel nicht nochmal passieren. Aber die Chemie bei uns passt noch immer. Wir wissen, was wir können und wollen das endlich auch konstant über die gesamten vier Viertel zeigen.“ Auch Sebastian Heck kommt nach Anlaufschwierigkeiten immer besser in Schwung: „Noch bin ich nicht wieder der Alte. Mir fehlt die Gewohnheit und Konstanz auf dem Feld. Aber ich merke in jedem Spiel Fortschritte. Mein Knie hält und jede gespielte Minute lässt mich stärker werden“, gibt der 22-jährige Forward optimistisch zu Protokoll. Dem Basketball-Event in der BallsportArena können dank eines Freikartenkontingents der Dresdner Wohnungsgenossenschaften übrigens 300 Schüler kostenlos beiwohnen (bitte Schülerausweis am Einlass vorzeigen).

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ProB: Titans auswärts weiter erfolglos

Wolfenbüttel, 24.11.2018 – Die Dresden Titans hatten sich zum 10. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga viel vorgenommen. Nach zuletzt zwei knappen Heimsiegen wollten Dresdens Basketballer endlich auch auswärts ihren ersten Erfolg feiern. Und eigentlich war die Ausgangssituation ideal für die Titans. Denn Wolfenbüttels Kooperationspartner Braunschweig bestritt zeitgleich ein Erstligaspiel. Mehrere junge Talente wurden deshalb in der BBL eingesetzt und fehlten MTV-Headcoach Steven Esterkamp, der aufgrund von Verletzungen insgesamt nur auf sieben Spieler zurückgreifen konnte. Diese spielten jedoch vor allem im letzten Viertel auf sehr hohem Niveau und bestraften die defensiv ungewohnt passiv agierenden Gäste im Schlussabschnitt gnadenlos.

Auch der Spielbeginn verlief für die Sachsen eher suboptimal. Wolfenbüttel stürmte mit einem 13:2-Lauf in die Partie und zwang Titans-Cheftrainer Nenad Josipovic bereits nach vier Minuten zum Timeout. Danach fingen sich die „Titanen“ kurzzeitig, ehe Elias Osborne (29 Pkt, 5 Reb, 4 Stl) fast im Alleingang die Gastgeber mit 24:14 in Front brachte. Im zweiten Viertel steigerten sich die Titanen und kontrollierten den überragenden Osborne besser in der Verteidigung. Zudem punkteten Helge Baues (11 Pkt, 7 Reb), Robert Kujundzic (10 Pkt, 9 Reb) und Brandon Watkins (22 Pkt, 9 Reb) hochprozentig und verkürzten den Rückstand zur Pause auf 31:34.

Nach dem Pausentee blieb die Partie umkämpft, die Teams agierten auf Augenhöhe. Auf Seiten Dresdens trat Watkins nun wie gewohnt als effizienter „Scorer“ in Erscheinung. Für den MTV machte dafür der erst 20-jährige Moritz Hübner (12 Pkt, 15 Reb) ein starkes Spiel. Er traf zwar kein Scheunentor, half seiner Mannschaft aber als leidenschaftlicher Rebounder und Verteidiger. Vor den entscheidenden 10 Minuten lag Wolfenbüttel indes nur knapp mit 50:46 vorn. Und dann geschah fast Unbegreifliches. Neun Minuten vor Schluss verwandelte Titans-Forward Luka Kamber (8 Pkt, 5 Reb) noch einen Korbleger. Dann kam für geschlagene sechs Minuten kein Lebenszeichen mehr von Dresdens Offensive. Auch mehrere Auszeiten halfen nicht. Im Gegenzug trafen die Wolfenbütteler gefühlt jeden Wurf und entschieden in dieser Phase mit einem 18:0-Run die Partie. Die Mannen aus „Elbflorenz“ ergaben sich ihrem Schicksal und unterlagen am Ende verdient mit 56:75.

So hoch hatten die Titans bis dato diese Saison noch nicht verloren. Auch die defensive Passivität während des spielentscheidenden Laufs war in der Form in dieser Spielzeit noch nicht aufgetreten. Wenig überraschend zeigte sich der mitgereiste Titans-Geschäftsführer Jörn Müller wenig erfreut: „Wir haben heute nur 32 Prozent aus dem Feld getroffen, so gewinnst du natürlich kein Spiel. Und Wolfenbüttel hat zum Schluss wirklich alles verwandelt. Aber das ist kein Grund in der Verteidigung nicht weiter hart zu arbeiten. Die Einstellung im letzten Viertel hat mich enttäuscht.“ Für das kommende Heimspiel gegen Bochum erwartet Müller deshalb eine klare Steigerung: „So wie heute können und wollen wir uns zu Hause nicht präsentieren. Ich bin zuversichtlich, dass die Mannschaft nächsten Sonntag die richtige Reaktion zeigt!“ Spieler und Trainer haben nun über eine Woche Zeit, um aus der Niederlage zu lernen und gestärkt zumindest die Heimserie weiter auszubauen.

 

Beste Werfer:

Dresden:             Watkins (22), Baues (11), Kujundzic (10)

Wolfenbüttel:   Osborne (29), Hübner (12), Okao (11)

 

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Dresden Titans

ProB: Titanen gegen Löwenbabys

Dresden, 22.11.2018 –  Nach zuletzt zwei Heimspielen müssen die Dresden Titans zum 10. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga mal wieder auswärts ran. In der Fremde konnten die „Elberiesen“ in dieser Saison noch keinen Sieg einfahren. Gegen die MTV Herzöge Wolfenbüttel soll sich dieser Umstand aber endlich ändern und die zwei Erfolge umfassende Siegesserie weiter ausgebaut werden. Die Zeichen stehen gut, denn Wolfenbüttel rangiert zurzeit nur auf dem vorletzten Tabellenplatz. Zudem spielen die Basketball Löwen Braunschweig (Kooperationspartner) zeitgleich gegen Frankfurt in der BBL.

Das heißt für MTV-Headcoach Steven Esterkamp höchstwahrscheinlich kein Luis Figge und kein Dejan Kovacevic im Kader. Edel-Talent Lars Lagerpusch stand bisher gar noch nie im ProB-Aufgebot. Sollten Figge und Kovacevic tatsächlich in der ersten Liga eingesetzt werden, dann fehlten den Herzögen auf einen Schlag 26 Punkte und 13 Rebounds im Schnitt. Umso mehr müsste dann US-Profi Elias Osborne Verantwortung übernehmen, der mit knapp 15 Zählern im Schnitt zu den besseren Offensivspielern der Liga zählt. Auch die jungen Deutschen Niklas Bilski (12 PpS, 4,8 ApS) und Moritz Hübner (12,8 PpS) zeigen bisher ansprechende Leistungen und werden den Titans den Sieg sicherlich nicht schenken.

Dennoch: Dresdens Basketballer halten einige Trümpfe in der Hand. Mit Brandon Watkins steht einer der effizientesten Akteure der gesamten Liga im Kader der Sachsen (17 PpS, 62 Prozent Feldwurf-, 79 Prozent Freiwurfquote). Der Amerikaner führt zudem mit 2,6 Blocks die Liga an. Jeder Gegner überlegt sich in Korbnähe zweimal, ob er „The Beast“ herausfordern möchte. Auch die Team-Dreierquote hat sich über die letzten Wochen stabilisiert. Vor allem Luka Kamber hat nach desaströsem Start von außen sein heißes Händchen gefunden und verwandelt mittlerweile bockstarke 1,7 Dreier bei knapp 42 Prozent pro Partie.

Titans-Geschäftsführer Jörn Müller ist jedenfalls guter Dinge und möchte „den positiven Trend der vergangenen Wochen fortsetzen“. Zudem betont der 39-jährige den Fokus der Mannschaft: „Alle hier im Team und im gesamten Verein wollen endlich den ersten Auswärtssieg holen. Dafür haben die Jungs sogar am mittwöchigen Feiertag Überstunden geschoben.“

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ProB: Titans gelingt zweiter Sieg in Folge!

Dresden, 18.11.2018 – Vor über 1228 Zuschauer luden die Dresden Titans zum neunten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. Gegner war das Farmteam Alba Berlins, LOK Bernau. Die Gäste traten mit einer kurzen Acht-Mann-Rotation in Dresdens Margon Arena an und wirkten in der ersten Hälfte fast eingeschüchtert und „zahnlos“. Aber eine überzeugende zweite Halbzeit Bernaus ließ die Partie bis in die letzten Sekunden, aus Titans-Sicht unnötig, spannend werden. Dank eines mehr als formidabel agierenden Brandon Watkins gingen Dresdens Basketballer dennoch als verdiente Sieger vom Feld. In der Tabelle konnten die „Titanen“ zudem an den Gästen vorbeiziehen und belegen nun punktgleich den sechsten Rang.

 Dabei zeigte Watkins (24 Pkt, 10 Reb, 5 Blk, 77% FG) gleich zu Beginn seine beachtliche Vielseitigkeit auf dem Feld. Ein Assist auf Luka Kamber (13 Pkt, 3 3er), einfache Punkte im Nachsetzen am offensiven Brett, ein weicher Sprungwurf aus der Mitteldistanz und zwei brutale Monsterblocks gegen Bernaus Lorenz Brenneke (15 Pkt) und Quadir Welton (17 Pkt, 9 Reb) durch „The Beast“ zwangen Gäste-Trainer René Schilling zur frühen Auszeit. Die Titans punkteten danach aber weiter aggressiv in Korbnähe und erarbeiteten sich über Watkins und Arne Wendler (10 Pkt, Reb) ein 23:14-Polster. Im zweiten Viertel übernahmen dann für Dresden zunächst Helge Baues (11 Pkt, 6 Reb, 3 Blk) und Daniel Kirchner (12 Pkt, 3 Ast) Verantwortung und netzten jeweils erfolgreich von außen. Doch der erst 17-jährige Malte Delow (9 Pkt) antwortete für LOK mit zwei Dreiern und ließ Dresdens Headcoach Nenad Josipovic zum Timeout greifen. In der Folge konnte Watkins den Scoring-Run der Gäste unterbrechen und die Titans über gute Ballbewegung den Vorsprung zur Halbzeit auf 41:31 ausbauen.

Angeführt durch Brenneke und Kresimir Nikic (14 Pkt, 4 Ast) startete Bernau nach der Pause jedoch direkt mit einem 8:2-Lauf, bevor Kamber die heimischen Fans mit einem Dreier erlöste. Als dann noch Robert Kujundzic (14 Pkt, 4 Ast) den Ball mit Emphase durch die Reuse drückte war auch Dresden in der zweiten Halbzeit angekommen. Kujundzic traf direkt im Anschluss von außen. Aber Dehlow und Ex-BBL-Spieler Nicolai Simon (9 Pkt, 7 Ast) konterten ihrerseits mit erfolgreichen Dreipunktwürfen. Die Gäste blieben hartnäckig und verkürzten den Rückstand vor den letzten 10 Minuten der Partie auf 57:60. LOK kämpfte sich über Welton weiter heran. Auch eine Auszeit durch Josipovic konnte den Lauf der Gäste nicht stoppen, die sechs Minuten vor Abpfiff erstmals die Führung übernahmen. Watkins stellte mir einem harten „Dunk“ aber schnell die alte Ordnung wieder her. Kirchner traf zudem aus der Distanz und ein 8:0-Run ließ die Gastgeber kurz wieder durchatmen. Ein ganz wichtiger Dreier von Kamber 77 Sekunden vor Ultimo brachte die „Elberiesen“ schließlich mit sechs Punkten in Front. LOK-Kapitän Robert Kulawick (12 Pkt, 4 Ast) wurde dann aber beim Dreier gefoult, verwandelte souverän von der Linie und machte es nochmal richtig spannend. Bernau spielte eine effektive Pressverteidigung, forcierte zwei Ballverluste und ging 30 Sekunden vor Schluss mit einem Zähler in Führung. Kirchner wurde dann ebenfalls beim Dreier gefoult, musste aufgrund einer Blutung jedoch ausgewechselt werden. Kujundzic traf an seiner statt zwei von drei Freiwürfen. Dresden führte nun mit einem Punkt. Im Anschluss eroberte Watkins den Ball, traf seine zwei Freiwürfe und tütete den 86:83-Sieg für Dresden ein!

Nach der Partie feierten euphorisierte Anhänger ihre Mannschaft, wenn auch nicht wenige Zuschauer einen weniger spannenden Sieg vertragen hätten. Josipovic lobte die mannschaftliche Geschlossenheit in der hitzigen Schlussphase. „Über die letzten zwei Minuten haben wir als Team kühlen Kopf bewahrt. Natürlich kommt es immer noch zu unnötigen Ballverlusten oder schlechten Wurfentscheidungen, Janek Schmidkunz wird uns in diesen Momenten bis zu seiner Rückkehr immer wieder fehlen. Aber wir arbeiten weiter hart an unserer Entscheidungsfindung und Konstanz“, so der Kroate. Nächste Woche Samstag müssen die Titans nach zuletzt zwei Heimspielen dann auch auswärts in Wolfenbüttel überzeugen.

 

Beste Werfer:

Dresden:             Watkins (24), Kujundzic (14), Kamber (13),

Bernau:                 Welton (17), Brenneke (15), Nikic (14)

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ProB: Titans wollen LOK stoppen!

Dresden, 15.11.2018 –  Zum neunten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB genießen die Dresden Titans erneut Heimvorteil in der Margon Arena. Gegner ist LOK Bernau, das Nachwuchs- und Ausbildungsteam von Bundesligist und Rekordmeister Alba Berlin. Beide Mannschaften konnten vergangene Woche beeindruckende Heimsiege feiern. Dresden setzte sich in letzter Sekunde gegen Itzehoe durch (85:83), Bernau gewann knapp gegen den Tabellenführer Iserlohn (85:82). Die Titans brauchten den Sieg unbedingt, verloren sie davor doch bereits drei Spiele in Serie. LOK konnte indes mittlerweile drei Begegnungen in Folge gewinnen, nachdem sie katastrophal in die Saison starteten. Inzwischen rangieren sie mit zwei Punkten Vorsprung in der Tabelle vor den Titans.

Verantwortlich für den suboptimalen Saisonstart Bernaus war unter anderem eine schwere Verletzung von Megatalent Hendrik Drescher, der unter Alba-Coach Aito Reneses schon letzte Saison in der BBL debütierte. Ein Kreuzbandriss im Oktober wird ihn noch Monate außer Gefecht setzen. Aber Bernaus Cheftrainer René Schilling kann noch auf viele weitere Nachwuchshoffnungen zurückgreifen. So spielen Jonas Mattisseck (15,2 PpS), Bennet Hundt (13,9 Pps, 7,4 ApS) sowie Lorenz Brenneke (12,5 PpS) allesamt starke Saisons auf ProB-Level, auch wenn aufgrund der anhaltenden Verletzungssorgen von Kooperationspartner Alba die Talente immer häufiger in der ersten Liga aushelfen müssen. Mit Quadir Welton (10 Punkte in 11 Minuten im Debüt gegen Iserlohn) wurde zumindest auf der vakanten Position des Nicht-EU-Ausländers nachverpflichtet, um den Kader wieder breiter aufzustellen. Dennoch sollte niemand verwundert sein, falls Bernau nur zu acht in die sächsische Landeshauptstadt reist.

Bei den “Titanen” steht dagegen fest, dass Kapitän Janek Schmidkunz mindestens bis Jahresende ausfällt. Die Mannschaft von Headcoach Nenad Josipovic hat jedoch oft genug bewiesen, mit jedem Gegner in der Nordstaffel mithalten zu können. Vergangenen Sonntag gab es dann auch endlich einmal das glücklichere Ende für Dresdens Basketballer. Eventuell über die letzten, erfolglosen Wochen entstandene mentale Barrieren sollten durch den „Last-Second-Sieg” gelöst und das Selbstbewusstsein der Mannschaft wiederhergestellt sein. Zudem konnten von vier Heimspielen bisher drei gewonnen werden. Bestätigt das Team darüber hinaus den Aufwärtstrend bei Dreier- und Freiwurfquote, können die Fans der “Revanche” gegen LOK (65:66-Niederlage in der Vorbereitung) frohen Mutes entgegenblicken.

Auch Titans-Geschäftsführer Jörn Müller weiß um die prekäre Kadersituation der Randberliner. „Bernau hat erst vor wenigen Spieltagen den Amerikaner Khris Lane nach Hause geschickt, außerdem müssen aktuell die beiden Top-Talente Matissek und Hundt immer wieder bei ALBA aushelfen. Das sollte uns in die Karten spielen“, so Müller. Jedoch betont der 39-jährige auch die Wichtigkeit von Konstanz über die gesamte Spieldauer: „Wir müssen über vier Viertel konzentriert arbeiten, dann ist ein Sieg für uns definitiv möglich.“

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