ProB: Finne finisht Wolfenbüttel

Dresden, 16.12.2018 – Vor rund 1000 Zuschauern sorgen erfolgreiche Dresden Titans für Adventstimmung beim Debüt von Headcoach Markus Röwenstrunk, der seine erste Arbeitswoche direkt mit einem Sieg krönt. Zum 13. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga revanchieren sich Dresdens Basketballer bei den MTV Herzögen Wolfenbüttel für die drei Wochen zurückliegende Auswärtsniederlage bei Braunschweigs Farmteam. Held des Spiels ist zweifellos Vesa Heinonen, der mit einem regelrechten Coup und spielentscheidenden Korb ein spannendes viertes Viertel und die Partie zugunsten der Gastgeber entscheidet. Auch Daniel Kirchner überzeugte unter neuem Trainer mit 9 Korbvorlagen bei nur einem Ballverlust als umsichtiger Spielgestalter und verhalf seinem neuen Teamkollegen Julian Scott zu einem erfolgreichen Heimdebüt.

 Dabei spielten die Gäste gleich zu Beginn ihren Vorteil mit 2,10 Meter Hüne Dejan Kovacevic (19 Pkt, 7 Reb) unter den Körben aus und selbiger lieferte mit neun schnellen Punkten bei perfekter Trefferquote sofort amtlich ab. Selbst von außen traf Wolfenbüttels Nummer 22 in dieser Phase. Für Dresden hielt indes Helge Baues (7 Pkt, 4 Reb) die Fahne an den Brettern hoch und überzeugte ebenfalls mit effizienten Abschlüssen. In der Folge entwickelte sich ein regelrechter Schlagabtausch. Keines der beiden Teams war in der Lage konstant „Stopps“ in der Verteidigung zu generieren. Punkte fielen praktisch in jedem Angriff. Auch Scott (13 Pkt, 6 Reb) erzielte nach seiner Einwechslung direkt fünf Zähler und die 25:23 Viertelführung. Die „Titanen“ drückten weiter und zwangen Gästecoach Steven Esterkamp durch einen 8:0-Run zur Auszeit. Danach weckten Luis Figge (18 Pkt) per Dreier und Kovacevic via Dunking ihre Mannschaft. Nun war es Röwenstrunk, der seinerseits gleich zweimal in kurzer Folge zum Timeout greifen musste. In dieser Phase verloren die Titans etwas ihren Rhythmus, während Figge und Kovacevic ihr Bundesligapotenzial aufblitzen ließen. Aber Dresdens Kirchner (15 Pkt, 9 Ast) übernahm Verantwortung, setzte seine Mitspieler teils spektakulär in Szene, punktete selbst und trug mit dem treffsicheren Luka Kamber (20 Pkt) erheblichen Anteil an der 51:46-Halbzeitführung.

Nach der Pause ging es dann zunächst etwas zerfahren auf beiden Seiten in die Partie. Doch spätestens, als „Juice“ Scott eindrucksvoll im Schnellangriff zum Dunk einflog, waren wieder alle Zuschauer voll da. Punkte fielen nun weniger häufig, da sowohl Dresden, als auch die Gäste deutlich physischer und aggressiver in der Defensive auftraten. Vor den finalen 10 Minuten konnten die Gäste jedoch dank Elias Osborne (18 Pkt) und Kovacevic auf 65:63 verkürzen. Im letzten Abschnitt sanken die Wurfquoten weiter. Auch die Ballverluste häuften sich. Wolfenbüttel blieb weiterhin in Schlagdistanz, während die „Elberiesen“ einen hauchdünnen Vorsprung bis in die 38. Minute verwalteten. Dann meldete sich MTV-Guard Niklas Bilski (8 Pkt) per Dreier und bescherte den Gästen die erste Führung in der zweiten Hälfte. Kovacevic verwarf dann zwei wichtige Freiwürfe und foulte kurz vor Abpfiff aus. Scott traf im Gegenzug zweimal von der Linie und holte 32 Sekunden vor Ultimo die Führung zurück. Heinonen (8 Pkt) erhöhte an der Linie auf 78:75, doch Osborne traf mit sieben Sekunden den extrem wichtigen Dreier zum Ausgleich. Dann Auftritt Heinonen: Mit einem Bauerntrick beim Grundlinieneinwurf passte der Finne den Ball an den Allerwertesten des mit dem Rücken zu ihm stehenden Verteidigers und legte sich den spielentscheidenden Korbleger zum 80:78-Heimsieg einfach selbst vor.

Heinonen kommentierte seine spielentscheidende Aktion nach Abpfiff gelassen: „Als Jugendspieler habe ich das Ganze schon einmal gebracht. Und kurz vor dem Einwurf wusste ich, wenn mein Verteidiger wieder so stark bei Julian hilft, dann probiere ich es.“ Auch Titans-Geschäftsführer Jörn Müller war beeindruckt von der Chuzpe des 27-jährigen und hätte sich Ähnliches als Spieler wohl nicht getraut. Coach Röwenstrunk war einfach froh über das glückliche Ende für seinen neuen Club und will „das Selbstvertrauen gleich mit in die neue Trainingswoche nehmen“, um auch in sieben Tagen gegen die BSW Sixers erfolgreich sein zu können. „Wir sind auf einem guten Weg, werden aber noch weiter am Feintuning arbeiten. Ich danke auf jeden Fall den Fans für die tolle Stimmung über das gesamte Spiel!“

 

Beste Punktesammler:

Dresden:             Kamber (20), Kirchner (15), Scott (13)

Wolfenbüttel:   Kovacevic (19), Figge (18), Osborne (18)

 

Pressedienst
Dresden Titans

10.03.19 - 16:00 Uhr
TITANS vs. BSW Sixers @ Margon Arena
17.03.19 - 17:00 Uhr
Herzöge Wolfenbüttel vs. TITANS @ Wolfenbüttel
07.04.19 - 16:00 Uhr
TITANS vs. Herzöge Wolfenbüttel @ Margon Arena
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