ProB: Interview mit Marc Nagora

Aus dem Braunschweiger Jugend-Programm konnten sich die Dresden Titans vor der Saison mit einem talentierten Flügelspieler verstärken. Für den gebürtigen Hamburger Jungen ist die ProB kein unbekanntes Pflaster – im letzten Jahr war der 22-Jährige sogar mit den DRUFF! Baskets Braunschweig in der Margon Arena zu Gast. Nun ist Marc Nagora an die Elbe zurückgekehrt – wenn auch etwas weiter südlich.

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Marc, ein viertel Jahr ist nun vergangen, seit dem du hier in Dresden lebst. Welches Fazit ziehst du persönlich aus den letzten drei Monaten?

 „Dresden hat mich sofort positiv überrascht. Die Stadt ist wunderschön, ich wurde sehr schnell aufgenommen, das Team passt sehr gut zusammen und versteht sich auch außerhalb der Sporthalle super. Das gesamte Umfeld der Titans hat mich wirklich gleich überzeugt. Die Vorbereitung war sehr intensiv mit vielen Testspielen und dem Trainingslager in Usti. Es war sehr gut für unser Team schon so früh viel zu spielen und sich somit auch schneller zusammenzufinden und sich kennen zu lernen.“

Du bist in Hamburg geboren und nach drei Jahren in Braunschweig nun in Dresden gelandet. Für einen 22-Jährigen bist du also schon recht viel rumgekommen. Ist das als junger Spieler nicht auch ein wenig belastend?

 „Am Anfang war es natürlich schwer alleine in Braunschweig zu wohnen ohne Eltern und Geschwister, die ja sonst immer dabei waren. Aber man gewöhnt sich schnell daran, vor allem wenn man durch Basketball und Teamkollegen auch viel Ablenkung hat. Belastend können natürlich in neuen Umgebungen die neuen Strukturen werden, die man von früher vielleicht anders kennt, aber hier in Dresden habe ich mich schnell und gut eingelebt und es gefällt mir sehr gut.“

Kommen wir auf deine Familie zu sprechen – du bist nicht der Einzige von euch, der weiß mit dem orangenen Leder umzugehen. Erzähl uns mal davon.

 „Mein Bruder und meine Schwester spielen beide auch erfolgreich Basketball. Kai wurde sogar mit der U14 Deutscher Meister, spielte dann mit mir zusammen in der NBBL in Bramfeld und kam danach mit nach Braunschweig. Dort musste er aber leider verletzungsbedingt aufhören und spielt nun wieder in Hamburg. Sonja hat ebenfalls in der Jugendbundesliga WNBL gespielt und fängt jetzt an Jugendmannschaften zu trainieren. Natürlich ist sie auch weiter selbst aktiv.

Meine Eltern haben uns auf unserem Basketballwegen immer begleitet und unterstützt. Mein Vater ist sogar in den Vorstand des Bramfelder SV eingetreten und hat mitgeholfen, Bramfeld zu einem NBBL-Verein zu machen.“

Was machst du, wenn du dich gerade nicht mit dem Thema Basketball beschäftigst?

 „Parallel studiere ich noch an der Fernuniversität in Hagen. Anders als viele andere aus dem Team besuche ich nicht die Uni hier in Dresden, sondern studiere von zuhause aus.“

Kommen wir zum sportlichen Teil. Braunschweig ist für seine gute Ausbildung bekannt. Leider konntest du im letzten Jahr nicht so viel spielen, wie du dir vorgenommen hattest. In Dresden hast du von vielen Seiten Lob bekommen, bekamst vom Coach in vier Partien durchschnittlich 15 Minuten Spielzeit (4,3 Pkt. / 2,3 Rbd.). Bist du bis hierhin zufrieden?

 „Mit den Voraussetzungen, die mir hier geboten werden, bin ich mehr als zufrieden. Trotz des sehr gut besetzten Teams bekomme ich das Vertrauen auch eine größere Rolle spielen zu dürfen. Mit mir selbst bin ich noch nicht zufrieden. Ich denke ich kann viel mehr leisten als ich bisher gezeigt habe und ich hoffe, dass ich das auch in den kommenden Spielen unter Beweis stellen kann.“

In Braunschweig warst du eher mit jungen Spielern zusammen, wohingegen in Dresden eine Menge „Erfahrung“ auf dem Parkett steht. In wie weit ist das für dein eigenes Spiel hilfreich?

 „Mit Drew, Walter, Daniel und Phil haben wir wirklich sehr, sehr erfahrene Spieler im Team, die schon höher gespielt haben und definitiv wissen wie der Hase läuft. Sie bleiben mit ihrem Wissen auch nicht alleine, sondern helfen einem mit ihrer Erfahrung im Training und auch in den Spielen. Das hilft mir auf jeden Fall und gibt mir Sicherheit.“

Nach dem Sieg am Sonntag wartet nun das nächste Heimspiel in der Margon Arena auf euch. Wird das schon ein richtungsweisendes Match?

„Wir sind in den Spielen noch nicht bei der konstanten Qualität, die das Team eigentlich besitzt. Aber die letzten Spiele waren schon richtungsweisend und ich hoffe, dass wir in den kommenden Spielen daran anknüpfen und uns immer noch weiter verbessern können.“

18.11.2018 16:00 Uhr
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02.12.2018 16:00 Uhr
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