ProB: Sixers vermiesen Titans die Weihnachtparty

Dresden, 23.12.2018 –  Vor 1352 Zuschauern luden die Dresden Titans zum Ost-Derby und Adventskracher gegen die BSW Sixers in die Margon Arena. Gänzlich in blaues Polyethylen gewandet präsentierte sich der Forza Blue e.V. zusammen mit der Heimtribüne als Mauer und Unterstützung für die bislang unkonstante Saison 2018/2019. Doch zum 14. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga behielt Sandersdorf gegen Dresdens Basketballer erneut die Oberhand. Das Farmteam des Mitteldeutschen BC konnte sich auf US-Import Terrence Williams und BBL-Talent Benedikt Turudic verlassen, die zusammen 48 Punkte auflegten und an diesem Nachmittag von keinem Dresdner wirklich zu stoppen waren. Auch US-Profi Julian Scott erwischte mit 28 Zählern einen starken Abend.

Der Neu-Titan Scott (28 Pkt, 8 Reb) hatte sich nach seinem eher durchwachsenen Debüt einiges vorgenommen und als frischgebackener Starter erzielte er direkt die ersten fünf Punkte für seine Farben. Sein amerikanischer Landsmann Williams (26 Pkt, 5 Reb) tat es ihm für die Gäste gleich und sorgte permanent für Gefahr durch sein Scoring. Nach 10 schnellen Punkten durch den 1,97 Meter großen Power Forward der Sixers griff Titans-Headcoach Markus Röwenstrunk zur ersten Auszeit. Das Viertel verloren die Titans dennoch mit 18:21. Der zuvor eingewechselte Turudic (22 Pkt, 7 Reb) bereitete den Gastgebern jedoch zusehends Probleme und erzielte viertelübergreifend acht Punkte in Serie. Im Gegenzug trafen die „Elberiesen“ weder von außen, noch in Brettnähe. Nach einem 9:2-Lauf durch Sandersdorf war Röwenstrunk zur nächsten Auszeit gezwungen. Anschließend starteten die Titans über Scott ihren eigenen „Run“ und zwangen Gäste-Trainer Tomas Grepl zum Timeout. Doch Bryan Nießen (3 Pkt), Helge Baues (8 Pkt) und Scott hielten die Aufholjagd über erfolgreiche Distanzwürfe am Leben und eroberten die Führung zurück. Williams ließ es sich indes nicht nehmen, vor der Halbzeit per Korbleger auf 35:34 für die Sixers zu stellen.

Nach der Pause duellierten sich weiter die beiden Amerikaner. Sowohl Scott, als auch Williams führten ihr Team in dieser Phase an und punkteten oder assistieren in fast jedem Angriff. Auch Dresdens Daniel Kirchner (13 Pkt, 6 Reb) agierte furchtlos beim Zug zum Korb und holte sich dort ein ums andere Mal Punkte durch seine enorme Geschwindigkeit ab.  Dank eines starken Turudic‘ und Williams per Dreier in letzter Sekunde konnten die Gäste ihre Führung vor den finalen 10 Minuten trotzdem auf 59:53 ausbauen. Ins letzte Viertel starteten die Titans dann brandheiß mit einem 7:2-Lauf. Doch Williams brachte seine Mannen wieder auf Kurs und auch Turudic war in Korbnähe weiterhin nicht zu stoppen. Bei noch sechs zu spielenden Minuten erhöhten die Gäste auf 71:61. Die Titans wirkten in dieser Phase in der Offensive ideenlos und in der Verteidigung lethargisch. Röwenstrunk griff konsequenterweise zum Timeout. Leider vermochten die Titans in den letzten zwei Minuten den Rückstand nicht mehr entscheidend zu verkürzen und Sandersdorf spielte routiniert zum 80:70-Endstand.

Die erneute Derby-Niederlage hinterließ trotz vorweihnachtlicher Feststimmung natürlich enttäuschte Fans und Zuschauer. Für Titans-Geschäftsführer Jörn Müller hatte bereits der Spielbeginn großen Anteil am Ausgang der Partie. „Wir haben von Beginn an den nötigen Fokus vermissen lassen. Kein Gegner darf unterschätzt werden, weil er mit nur neun Spielern anreist. Wenn du nicht von Anfang an wach bist, dann ist es ganz schwer, sich wieder zurückzukämpfen.“ Coach Röwenstrunk haderte zudem mit der Trefferquote seiner Spieler. „In der ersten Halbzeit lassen wir einfache Korbleger liegen“, so der 40-jährige Übungsleiter, „nur um dann in der zweiten Hälfte gegen die Zonenverteidigung von Sandersdorf keine offenen Würfe zu treffen“. Letztlich haben die Gäste dank starker individueller Leistungen verdient gewonnen. Die Mannschaft der Titans hat nun über die Weihnachtsfeiertage Gelegenheit, die Akkus wieder aufzuladen, um mit neuem Elan in die nächsten Begegnungen nach dem Jahreswechsel zu gehen.

Beste Werfer:

Dresden:             Scott (28), Kirchner (13), Heinonen (8)

Sandersdorf:     Williams (26), Turudic (22), Gille (10)

 

Pressedienst
Dresden Titans