ProB: Titans ballern sich zum Klassenerhalt!

Wolfenbüttel, 17.03.2019 – Die Dresden Titans mussten in den vergangenen Wochen viel Kritik einstecken. Nach einer durchwachsenen Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga und dem Verpassen der Playoffs drohte in den Playdowns sogar der Abstieg. Denn im ersten Spiel der Relegationsrunde bekleckerten sich die „Titanen“ im Heim-Derby gegen Sandersdorf wahrlich nicht mit Ruhm. Doch in der vorentscheidenden Partie gegen die MTV Herzöge Wolfenbüttel zeigten die „Elberiesen“ eine starke Reaktion. Vor allem Kapitän Janek Schmidkunz führte sein Team als erfahrener Spielmacher und tödlicher Schütze zum immens wichtigen Sieg. Auch im Teamverbund fiel der Dreier endlich wieder hochprozentig (12/26). Nun können die Titans die verbleibenden zwei Playdown-Spiele entspannt und ohne Druck angehen. Wolfenbüttel steht nach der Niederlage und der Insolvenz Essens als zweiter Absteiger fest.

Dabei unterstrichen die Hausherren um Erstliga-Talent Lars Lagerpusch (26 Pkt, 9 Reb) von Beginn an ihre Siegambitionen. Aber die Titans zeigten sich unmittelbar nach Tip-Off treffsicher aus der Distanz und gingen über Dreipunktwürfe durch Luka Kamber (17 Pkt, 7 Reb), Vesa Heinonen (5 Pkt, 3 Ast) und Schmidkunz (27 Pkt, 5 Ast) sogar in Führung. Nach einem Timeout durch Herzöge-Coach Steven Esterkamp übernahmen dann die Gastgeber um Luis Figge (10 Pkt, 7 Reb) kurzzeitig das Zepter, ehe Robert Kujundzic (5 Pkt), ebenfalls von „Downtown“, die Führung zurückholte. Lagerpusch und Elias Osborne (4 Pkt, 4 Ast) hatten jedoch andere Pläne und bescherten dem MTV durch einen Schlussspurt noch den knappen 27:25-Vorsprung nach den ersten 10 Minuten. Im zweiten Viertel setzten die Titans ihren Dreier-Reigen über Kamber und Schmidkunz fort, doch auf Lagerpusch fand die Defensive Dresdens weiterhin keine Antwort. Selbst nach dessen Auswechslung machte Wolfenbüttel dank Moritz Hübner (10 Pkt), Samuel Mpacko (11 Pkt) und Dejan Kovacevic (8 Pkt, 8 Reb) weiter Druck. Die Gastgeber drohten davonzuziehen und zwangen Titans-Trainer Markus Röwenstrunk zur Auszeit. Im Anschluss konnten die „Titanen“ dank Julian Scott (15 Pkt, 12 Reb) und einem weiteren Schmidkunz-Dreier zumindest noch auf 45:49 zur Halbzeit verkürzen.

Frisch aus den Kabinen starteten die Basketballer aus „Elbflorenz“ dann zackig mit einem 7:1-Lauf und dem nächsten Distanztreffer von Schmidkunz. Aber Lagerpusch konservierte seine bestechende Form aus der ersten Hälfte und bestrafte die Verteidigung Dresdens weiterhin in Brettnähe. Die folgenden Minuten blieben hart umkämpft und keines der beiden Teams konnte sich entscheidend absetzen. Mit einem 60:60-Unentschieden ging es deshalb ins entscheidende letzte Viertel. Auch in den finalen 10 Minuten konnte zunächst keine Mannschaft die Oberhand gewinnen. Es folgten Führungswechsel im Minutentakt, bis der überragende Schmidkunz erst per Korbleger und dann mit seinem sechsten Dreier ein kleines Polster erspielen konnte. 25 Sekunden vor Abpfiff besorgte Titans-Guard Daniel Kirchner (8 Pkt, 4 Ast) dann seinerseits mit dem vielleicht wichtigsten Dreipunkttreffer der Saison die Vorentscheidung. Zwar machten es Lagerpusch und der MTV in den letzten Sekunden nochmals spannend. Aber Dresden schaute nicht mehr zurück und brachte den 80:74-Sieg und damit den Klassenerhalt über die Ziellinie.

Ein sichtlich erleichterter Jörn Müller strahlte nach dem Schlusspfiff mit den Spielern und dem Trainergespann um Röwenstrunk, Dominik Zemann und René Naumann (stand dem Team über die letzten zwei Begegnungen als zusätzlicher Assistenztrainer mit seiner Expertise zur Seite) um die Wette. „Wir sind alle einfach überglücklich“, gab der Titans-Geschäftsführer nach Spielende zu Protokoll. „Das war eine geschlossene Teamleistung. Janek hat die Jungs als Kapitän angeführt, Helge [Baues] hat defensiv einen Riesenjob gemacht. Der Dreier von Daniel hat Wolfenbüttel dann das Genick gebrochen. Einfach Wahnsinn. Ein riesiges Dankeschön gilt auch René Naumann, der dem Team praktisch in seiner Freizeit als Assistent Coach zusätzlich zur Verfügung stand!“ Mit Hinblick auf die verbleibenden zwei Saisonspiele wünscht sich Müller einen „gebührenden Abschied“ seiner Titans. „Wir sind mit dem blauen Auge davongekommen und nicht abgestiegen. Jetzt wollen wir den Fans und Anhängern sowohl in Sandersdorf, als auch beim letzten Heimspiel am 7.4. ansprechende Leistungen zeigen. Und natürlich würden sich die Spieler riesig freuen, wenn zum Heimfinale die Zuschauer nochmals scharenweise in die Margon Arena strömten.“

Beste Werfer:

Dresden:             Schmidkunz (27), Kamber (17), Scott (15)

Wolfenbüttel:   Lagerpusch (26), Mpacko (11), Figge (10)

ProB Nord PlayDown Tabelle

# TEAM G S:N PKT
1 Sandersdorf 26 14 : 12 28
2 Dresden 26 12 : 14 24
3 Wolfenbüttel 26 9 : 17 18
4 Essen * 28 3 : 25 0

Bei noch zwei ausstehenden Spielen liegen die Titans nun uneinholbar vor Wolfenbüttel

Pressedienst
Dresden Titans

10.03.19 - 16:00 Uhr
TITANS vs. BSW Sixers @ Margon Arena
17.03.19 - 17:00 Uhr
Herzöge Wolfenbüttel vs. TITANS @ Wolfenbüttel
07.04.19 - 16:00 Uhr
TITANS vs. Herzöge Wolfenbüttel @ Margon Arena
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