ProB: Titans unterliegen Münster in Overtime

Dresden, 03.02.2019 –    Zum Webneo-Gameday und 19. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga fanden sich über 1200 basketballbegeisterte Zuschauer in der Margon Arena ein, um die Dresden Titans im Heimspiel gegen die WWU Baskets Münster lautstark zu unterstützen. Und streckenweise spielten die „Titanen“ gegen den Tabellenführer hervorragenden Basketball. Leider schmolz im Schlussviertel ein vorher verdient herausgespielter Vorsprung immer weiter dahin, ehe die Münsteraner in der Verlängerung die Partie endgültig drehten und die Hausherren bei null Punkten hielten. Durch die Niederlage verpassten die Titans eine großartige Chance Boden im Playoff-Rennen gut zu machen und stehen in den letzten drei Saisonspielen nun noch mehr unter Druck.

 Dabei starteten die Gastgeber, angeführt vom Guard-Duo Janek Schmidkunz (15 Pkt) und Vesa Heinonen (5 Pkt, 4 Ast), furios mit einem 10:0-Lauf in die Partie. Gäste-Coach Philipp Kappenstein griff direkt zur Auszeit. Und die kurze Denkpause fruchtete bei den Gästen umgehend. Über Kapitän Jan König (9 Pkt, 6 Reb) und Malcom Delpeche (25 Pkt, 10 Reb) initiierten die Münsteraner ihrerseits einen 11:0-Run. Die Titans fingen sich jedoch wieder über die eingewechselten Robert Kujundcic (6 Pkt, 4 Reb) und Helge Baues (10 Pkt, 4 Reb), die für sofortige Impulse im Angriff sorgten. Zur Viertelpause führten die Titans entsprechend mit 22:15. In der Folge war es immer wieder der Brite Delpeche, der die „Titanen“ vor defensive Probleme stellte. Allein neun Punkte erzielte der athletische „Forward“ in den zweiten 10 Minuten. Doch die „Elberiesen“ steckten nicht auf und generierten konstant Punkte über Schmidkunz, Julian Scott (18 Pkt, 5 Reb) und Baues. Zur Halbzeit schrumpfte die Führung dennoch auf 34:33.

Zu Beginn der zweiten Hälfte konnten Dresdens Basketballer dann zunächst den Vorpsrung wieder ausbauen. Gutes Zusammenspiel zwischen Schmidkunz und Scott führte immer wieder zu einfachen Punkten am Brett. Auch Arne Wendler (4 Pkt) und Luka Kamber (3 Pkt, 7 Reb) zeigten sich angriffslustig und zwangen Kappenstein nach fünf Minuten zur nächsten Auszeit. Anschließend wurde die Gangart auf beiden Seiten physischer und die Begegnung wurde häufiger für Freiwürfe unterbrochen. Aber die Gastgeber blieben über Bewegung abseits vom Ball variabler in der Offensive und erspielten sich vor dem vermeintlich letzten Akt einen 56:47-Vorsprung. Der Start in den letzten Durchgang begann dann dank vier schneller Zähler durch Delpeche denkbar schlecht für die Gastgeber. Röwenstrunk forderte direkt ein Timeout, um seine Truppe einzunorden. Dennoch traf Stefan Weß (8 Pkt, 8 Reb) im Anschluß von außen für die Baskets und gestaltete die Partie damit wieder völlig offen. König brachte die Gäste fünf Minuten vor Ultimo per Dreier sogar in Führung. Die Titans warteten zu diesem Zeitpunkt immer noch auf ihre ersten Punkte im Schlussviertel. Kurz darauf erlöste Scott endlich die darbenden Fans per Sprungwurf und beendete den 11:0-Lauf der WWU. Die anschließende Schlussphase blieb extrem spannend, die Führung wechselte mit beinahe jedem Angriff. Eine Minute vor Abpfiff brachte Scott die Gastgeber an der Linie mit einem Zähler in Front. Münsters Spielmacher Joseph Cooper (17 Pkt, 9 Ast) traf im Anschluss nur einen seiner zwei Freiwürfe zum 67:67 und so ging das Spiel in die Verlängerung. Ebenjener Cooper und Delpeche schulterten den Tabellenführer in der Overtime. Auf Seiten der Blau-Weißen wollte indes kein Wurf von außen mehr fallen. Insgesamt blieben die Titans ohne Punkt und Münster brachte das Spiel mit 75:67 nach Hause.

Spieler und Anhänger blieben nach dem Schlusspfiff gleichermaßen ungläubig zurück. Titans-Geschäftsführer Jörn Müller machte in seiner Analyse klare Ursachen für das unglückliche Ende aus: „Im Schlussviertel konnten wir die Spannung in der vorher großartigen Verteidigungsarbeit leider nicht mehr aufrechterhalten. Natürlich wird es auch schwer, wenn du selbst fünf Minuten ohne Punkt bleibst. Dass eine Mannschaft wie Münster, die gerade einen unglaublichen Lauf hat, dann freier und selbstbewusster in den entscheidenden Momenten und der Verlängerung agiert, ist da fast schon logisch.“ Noch haben die Basketballer aus „Elbflorenz“ aber drei Spieltage Zeit, um gegen direkte Konkurrenten aus Bochum, Schwelm und Itzehoe die Playoffs irgendwie möglich zu machen.

Beste Punktesammler:

Dresden:             Scott (18), Schmidkunz (15), Baues (10)

Münster:            Delpeche (25), Cooper (17), König (9)

Pressedienst
Dresden Titans

10.03.19 - 16:00 Uhr
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