ProB: Titans verlieren Ost-Derby erneut

Sandersdorf, 31.03.2019 – Motivierte und, nach dem eingetüteten Aufstieg gegen Wolfenbüttel, gelöste Titans wollten trotz der tabellarischen Bedeutungslosigkeit zumindest die vierte Auflage des Derbys gegen die BSW Sixers für sich entscheiden. Im vorletzten Spiel der Playdowns der BARMER 2. Basketball Bundesliga waren die Gäste gerade zu Beginn auch die klar bessere Mannschaft. Und das, obwohl Kapitän und Held des Wolfenbüttel-Spiels Janek Schmidkunz nicht im Aufgebot stand (der 28-jährige schont nach dem Klassenerhalt prophylaktisch seinen Rücken). Doch dank einer starken zweiten Halbzeit behielt Sandersdorf in der heimischen Ballsporthalle letztlich die Oberhand und schickte Dresdens Basketballer erneut mit leeren Händen nach Hause.

Dabei starteten die „Titanen“ wie besessen in die Partie und enteilten den Gastgebern dank druckvoller Verteidigung und schnellen Umschaltspiels früh mit 15:3. Vor allem Daniel Kirchner (11 Pkt, 5 Ast) und Julian Scott (17 Pkt, 6 Reb, 4 Ast) zeigten sich in bestechender Form. In der nur sieben Mann umfassenden Rumpf-Rotation von Sixers-Coach Tomas Grepl fand sich zu diesem Zeitpunkt indes niemand, der im Angriff Verantwortung übernahm. Die BBL-Talente Benedict Turudic und Ferdinand Zylka wurden deshalb von Sandersdorf besonders schmerzlich vermisst. Folgerichtig ging es mit einer deutlichen 24:10-Führung für die Titans in die Viertelpause. In diesem Tempo konnte es für die Gäste allerdings nicht weitergehen. Veteran Luka Petkovic (3 Pkt, 2 Ast) füttere seine Sixers-Kollegen Eimantas Stankevicius (17 Pkt) und Terrence Williams (25 Pkt, 9 Reb) zunehmend erfolgreich mit Pässen und der Vorsprung der „Elberiesen“ schmolz stetig. Aber erfolgreiche Distanzwürfe durch Vesa Heinonen (9 Pkt), Bryan Nießen (3 Pkt) und Luka Kamber (5 Pkt) bescherten den Gästen letztlich die immer noch zweistellige Halbzeitführung von 43:32.

Nach Wiederanpfiff fanden die Titans dann zunächst keinen offensiven Rhythmus und produzierten unnötige Ballverluste. Sandersdorf wirkte im Gegenzug engagierter und wollte im letzten Saisonspiel vor heimischen Publikum nicht einfach aufstecken. Insbesondere die „jungen Wilden“ Ferenc Gille (11 Pkt, 11 Reb) und Jonas Niedermanner (15 Pkt) sowie US-Import Williams inspirierten mit ihrem Einsatz die Sixers und starteten einen 12:3-Run. Helge Baues lieferte (11 Pkt) in dieser Phase zwar wichtige Zähler am Brett. Doch Niedermanner und Co drückten weiter aufs Gaspedal und machten vor dem letzten Viertel das „Comeback“ perfekt, um 63:60 in Front zu gelangen. Die letzten 10 Minuten eröffnete in der Folge Titans-Guard Nils Niendorf (7 Pkt) per Dreier und dank Scott, Kirchner und einem Niendorf-Korbleger eroberten sich die Gäste die Führung wieder zurück. Grepl verlangte direkt die Auszeit. Über Stankevicius konnten die Sixers dann erneut ausgleichen. Doch in den folgenden Minuten hagelte es Fehlwürfe und Turnover auf beiden Seiten. Anderthalb Minuten vor Ultimo war es schließlich Williams, der die Gastgeber zwei Zähler in Front brachte. Mit nur noch 23 verbleibenden Sekunden traf Williams zudem seinen nächsten und den zugleich wichtigsten Wurf des Nachmittags, um die 71:77-Derby-Niederlage der Titans zu besiegeln.

Nach einer erneuten Niederlage im Prestige-Duell mit dem Ostnachbarn aus Sachsen-Anhalt wird der letzte Heimspieltag kommenden Sonntag gegen Wolfenbüttel natürlich umso wichtiger. Das sieht auch Titans-Geschäftsführer Jörn Müller so: „Heute war beiden Teams vor allem in der ersten Halbzeit leider anzumerken, dass es um nichts mehr geht. Bei uns lief zwar der Ball besser, die Führung war verdient. Aber in der zweiten Hälfte wollten die Sixers dann doch gewinnen. Und dieser Wille war entscheidend für Sandersdorf. Da war der Sieg nur folgerichtig.“ Für den kommenden Sonntag wünscht sich Müller diesen Willen auch von seiner Mannschaft: „Wolfenbüttel wird siegen wollen. Wir erwarten zahlendes Publikum in der Margon Arena. Ich möchte, dass sich die Spieler mit Einsatz und ordentlichem Basketball von allen Fans, Anhängern und Helfern verabschieden!“

Beste Punktesammler:

Dresden:             Scott (17), Baues (11), Kirchner (11)

Sandersdorf:     Williams (25), Stankevicius (17), Niedermanner (15)

Pressedienst
Dresden Titans

10.03.19 - 16:00 Uhr
TITANS vs. BSW Sixers @ Margon Arena
17.03.19 - 17:00 Uhr
Herzöge Wolfenbüttel vs. TITANS @ Wolfenbüttel
07.04.19 - 16:00 Uhr
TITANS vs. Herzöge Wolfenbüttel @ Margon Arena
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