ProB: Wedel erwischt Titans eiskalt

Dresden, 27.10.2018 –  Zum 6. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ist es den Dresden Titans nicht gelungen, ihre Heimserie weiter auszubauen. Der Tabellenzweite SC Rist Wedel lieferte zwar die schlechteste Wurfleistung seiner bisherigen Spielzeit ab. Und die Titans wurden ihrem Ruf als starkes Defensivteam erneut gerecht. In der spielentscheidenden Situation konnte Wedels Matchwinner Logan jedoch nicht daran gehindert werden, die 1021 Zuschauer in der Margon Arena mit seinen siegbringenden Punkten in allerletzter Sekunde zu schockieren. Vor allem in der zweiten Halbzeit gelang es den Gastgebern indes nie, an die überzeugenden ersten 20 Minuten anzuknüpfen. Die stetige Aufholjagd der Norddeutschen kulminierte im letzten Viertel, in welchem es die eigentlich für starke Offensive bekannten Wedeler schafften, teilweise unglücklich agierende Dresdner bei lediglich acht Punkten zu halten.

Dabei begann die Partie durchaus offensiv. Die Gäste eröffneten wenig überraschend mit zwei getroffenen Dreiern. Doch Dresdens junger Spielmacher Daniel Kirchner (5 Pkt, 2 Stl) hielt mit fünf schnellen Punkten dagegen. Auch Brandon Watkins (12 Pkt, 14 Reb) fand schnell in die Partie und machte Gäste-Center Aurimas Adomaitis (11 Pkt, 7 Reb) unter den Brettern das Leben schwer. In der Folge entwickelten sich abwechslungsreiche erste 10 Minuten, nach denen Wedel vor allem dank Malo Valérian (14 Pkt, 12 Reb) nur knapp mit 16:17 zurücklag. In Viertel Nummer zwei waren es dann zu Beginn die eingewechselten Helge Baues (17 Pkt) und Bryan Nießen (8 Pkt), die für Punkte auf Seiten der Titans sorgten. Insgesamt erzielten die beiden während dieser Sequenz sensationelle 23 Zähler in Serie für ihre Farben. Einzig Valerian und Logan (20 Pkt, 8 Ast) hielten für die Norddeutschen dagegen und hielten die Führung Dresdens mit 39:32 noch im Rahmen.

In der zweiten Hälfte attackierten die Titans dann aggressiv den Korb und versuchten die Gäste mit einer sehr großen Aufstellung, bestehend aus Robert Kujundzic (6 Pkt), Luka Kamber (4 Pkt, 3 Ast), Baues und Watkins, physisch unter Druck zu setzen. Die „Elbriesen“ profitierten in dieser Phase jedoch vornehmlich von der extrem schlechten Treffequote Wedels, die partout keine Dreier mehr verwandeln konnten. Trotzdem hielten sich die Wedeler über Logan, Veteran Jan-Christian Both (7 Pkt), Adomaitis und Valerian im Spiel und verkürzten vor dem letzten Viertel auf 48:53. In den finalen 10 Minuten wollten es die Rand-Hamburger dementsprechend nochmal wissen und drückten auf den Führungswechsel. Und tatsächlich, dreieinhalb Minuten vor Ultimo gelang dem SC zunächst der 57:57-Ausgleich. Danach spielte sich Dramatisches ab. Erst blockte Kirchner einen schon sicher geglaubten Korbleger Valerians, ehe Lars Kamp 11,8 Sekunden vor Schluss zur Führung netzte. Doch Watkins konnte 0,8 Sekunden vor Abpfiff nochmals ausgleichen. In der folgenden Auszeit zeichnete Gäste-Trainer Felix Banobre indes das wohl perfekte Einwurfsystem auf das Taktikbrett und ermöglichte Logan per Direktanspiel den siegbringenden und absolut spektakulären „Dunking“ zum 63:61-Endstand.

Insgesamt muss konstatiert werden, dass die Titans den Sieg in der zweiten Hälfte selbst aus der Hand gegeben haben. Auch Titans-Geschäftsführer Jörn Müller ist enttäuscht vom Auftritt in der zweiten Halbzeit: „Wir hätten heute absolut gewinnen können. Glückwunsch an Wedel, sie hatten das glücklichere Ende. Aber wir haben dieses Spiel vorher selbst hergeschenkt. Nach der Pause haben wir die nötige Seriosität vermissen lassen und gespielt, als wenn wir bereits mit 30 Punkten führten. So etwas darf auf diesem Niveau einfach nicht passieren“, so der enttäuschte Müller nach dem Abpfiff.

Beste Werfer:

Dresden:             Baues (17 Pkt), Watkins (12), Nießen (8)

Wedel:                 Logan (20), Valérian (14), Adomaitis (11)

Pressedienst
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