wichtige Punkte im Sachsenderby

Zum zweiten Sachsenderby in zwei Wochen reisten die Dresden Titans II zur Bundesligavertretung der Chemnitz NINERS. Nach dem Sieg letzte Woche gegen Leipzig sollten auch gegen Chemnitz zwei Punkte gegen den Abstieg eingefahren werden, zumal das Heimteam auf ihren besten Spieler, Andrew Jones, verzichten musste, der beruflich verhindert war. Dresden musste erneut ohne Kapitän Robert Haas und Center Michael Zenker, der mit Außenbandriss noch bis Saisonende ausfällt, auskommen.

Beide Teams fanden offensiv gut ins Spiel. Dresden punktete von außen wie von innen durch das Dreigestirn Zobel, Niendorf und Berge. Chemnitz war vor allem in der Zone mit Mario Nagler stark, der in der letzten Wechselphase von Zwickau nach Chemnitz zurückkehrte. Ende des ersten Viertels konnten sich die Titans mit einem 7:0 Lauf etwas absetzen, allerdings sorgten zwei Turnover im Ballvortrag in den letzten 20 Sekunden dafür, dass man nur einen 2 Punkte Vorsprung ins zweite Viertel retten konnte (22:24). Im zweiten Abschnitt gelang den Jungs von Coach Pleta nicht mehr allzu viel. Punkte erzielte man lediglich an der Freiwurflinie und defensiv gab man Würfe von außen sowie einfache Punkte in Korbnähe ab. Ein verwandelter Freiwurf bei fünf Versuchen, sorgte zum Ende der ersten Halbzeit für einen Pausenrückstand von sieben Punkten (42:35).

In Durchgang drei dominierten die Landeshauptstädter allerdings das erweiterte NBBL-Team der NINERS. Egal ob durch Wurf oder Zug zum Korb, Dresden schien offensiv immer die richtige Lösung zu finden und am anderen Ende erlaubte man durch gute Reboundarbeit immer nur eine Wurfchance, die selten verwandelt wurde. Ein 16:2 Lauf zum Ende des Viertels stellte das Ergebnis auf plus 10 für Dresden, womit auch das dritte Viertel mit 27:10 gewonnen wurde (52:62). Das Momentum lag also auf Seiten der Titans, die diesen Sieg dringend brauchten. Die letzten 10 Minuten zeigten dann den typischen Wellenverlauf des Basketballs. Dresden startete mit einem 7:0 Lauf (52:69), der von Chemnitz mit einem 8:0 Lauf beantwortete wurde (60:69). Anschließend stellten die Titans mit einem 19:3 Lauf die Weichen endgültig auf Sieg (63:84). Das in den letzten zwei Minuten Chemnitz selber noch die Spielerwechsel der Dresdner und die dadurch entstandene defensive Unordnung für einen abschließenden 8:0 Lauf ausnutzen konnte, war unnötig, aber änderte an dem Ausgang des Spiels nicht mehr viel (71:84). Die Titans II gewannen auch das zweite Sachsenderby in Folge und haben nun mit 8 Siegen ein Spiel Vorsprung auf die Abstiegsränge, bei noch zwei ausstehenden Spieltagen. Durch die Osterfeiertage findet das nächste Spiel erst am 08.04. zu Hause gegen den Tabellenführer aus Goldbach statt.

Topscorer der Partie waren Noah Berge (29 Punkte, 1 Dreier), Robert Zobel (22 Punkte, 3 Dreier) und Nils Niendorf (19 Punkte, 4 Dreier) für Dresden, sowie Leon-Bastian Lath (16 Punkte, 4 Dreier) und Bruno Albrecht (16 Punkte, 1 Dreier) für Chemnitz.