Hand in Hand: NINERS Chemnitz und Dresden Titans schließen Kooperationsvereinbarung

Die beiden erfolgreichsten sächsischen Basketballstandorte bündeln ihre Kräfte, um jungen Talenten künftig bestmögliche Perspektiven zu bieten.

Darauf einigten sich die Verantwortlichen der NINERS Chemnitz und der Dresden Titans im Rahmen einer gemeinsamen Kooperationsvereinbarung. „Beide Vereine zeichnen sich durch hervorragende Nachwuchsarbeit aus, doch in der Durchlässigkeit zum Männer- und Profibereich schlummern noch viele Potenziale. Diese möchten wir fortan mit den Dresden Titans ausschöpfen und freuen uns auf die gemeinsame Partnerschaft“, sagt NINERS-Geschäftsführer Steffen Herhold. Sein Dresdner Amtskollege Nils Ruttmann unterstreicht: „Wir wollen talentierten Spielern die Möglichkeit geben, sich bei uns in Sachsen vom Jugendbereich bis hinauf zur 1. Basketball-Bundesliga entwickeln zu können und hierfür nachhaltig Einsatzzeiten auf einem leistungsgerechten Spielniveau zu erhalten.“

Chemnitz steht mit der ersten Männermannschaft vor seiner nunmehr siebten Bundesligasaison, während das NINERS-Reserveteam in der 2. Regionalliga auf Korbjagd geht. Die Dresden Titans sind seit 2012 in der 2. Basketball-Bundesliga vertreten, spielten dort schon vier Jahre in der ProA und seit letzter Saison wieder in der ProB, während das zweite Herrenteam direkt darunter in der 1. Regionalliga antritt. „Somit nehmen beide Clubs zusammen in vier der fünf höchsten deutschen Männerligen am Spielbetrieb teil“, zeigt Peter Krautwald, sportlicher Leiter der NINERS Academy, auf. Im Dresdner Nachwuchsprogramm, dem Titans Campus, wird jener Posten von René Naumann begleitet, der Anfang des Jahrtausends für Chemnitz in der 2. Bundesliga spielte und dem mitteldeutschen Basketball stets eng verbunden blieb. „Unterhalb des Männerbereichs sind NINERS und Titans mit jeweils eigenen Teams in den höchsten deutschen Spielklassen, also der bundesweiten U19-Nachwuchsbasketballbundesliga und U16-Jugendbasketball-bundesliga sowie der mitteldeutschen U14-Oberliga vertreten“, erläutert Naumann.

Mitunter schaff(t)en die besten sächsischen Talente auch schon den Sprung in Jugendauswahlteams des Deutschen Basketball Bundes oder wurden, wie Vorzeigebeispiel Jonas Richter, sogar für Pflichtspiele der Männernationalmannschaft nominiert. Gleichwohl gelang der Übergang vom Jugend- zum Herrenbereich und die Weiterentwicklung im Erwachsenenalter oftmals noch nicht wie gewünscht, weil bei Chemnitz seit Jahren eine Lücke zwischen 2. Regionalliga und BBL klafft, während in Dresden momentan auf ProB-Niveau Endstation ist. Genau hier soll die nunmehr vereinbarte Kooperation zwischen NINERS und Titans ansetzen. „Wir befinden uns in engem Austausch und möchten Talenten künftig die Möglichkeit geben, beispielsweise über Doppellizenzen sowohl für Chemnitz wie auch Dresden auf dem jeweils passenden Leistungsniveau zum Einsatz zu kommen“, legt Steffen Herhold dar, während Nils Ruttmann betont: „So können wir jungen Spielern, die wir selbst über viele Jahre hinweg ausgebildet haben, auch im Männerbereich nachhaltige Entwicklungsperspektiven bieten, sie hier in Sachsen halten und bestenfalls sogar neue Talente anlocken.“


Matthias Pattloch