ProB: Mutige Elbriesen ärgern lange Aufstiegsfavoriten

Die Dresden Titans verlieren das Play-Off Spiel der ersten Runde gegen LOK Bernau 87:67 (31:17, 13:18, 21:21, 22:11)

Zahlen zur Partie: Silbermann (21 PTS; 4 RB; 2 ST), Putnik (12 PTS; 5 RB; 2 AS), Otakho (11 PTS; 9 RB; 3 BL) Kompletter Boxscore

Spielverlauf – Die Partie beginnt mit einer wilden Anfangsphase, in der Malte Silbermann die Nerven bewahrt und die ersten fünf Punkte für die Titanen einnetzt. Auf der Gegenseite beißt sich LOK Bernau in die Begegnung, bleibt über zweite Chancen präsent und hält das Spiel zunächst ausgeglichen. Für das erste Highlight sorgt einmal mehr Best Otakho, der den Ball spektakulär einnetzt und damit auch in den Play-Offs ein Raunen durch die Halle schickt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten bringt Guy Artman Nahmias die Gastgeber mit zwei erfolgreichen Dreiern ins Rollen. Während die anfängliche Angriffseuphorie der Dresdner zunehmend abflacht, kommt Bernau immer wieder zu einfachen Punkten. Valentino Lott reagiert mit einer frühen Auszeit, doch seine Mannschaft findet anschließend keinen nachhaltigen Zugriff auf das Spielgeschehen und muss einen Rückstand von 31:17 hinnehmen.

Ein gutes Omen gibt es dennoch für die Elbriesen: Nach seiner Verletzungspause meldet sich Duje Putnik mit seinen ersten Punkten zurück. Doch auch der Kroate kann nicht verhindern, dass die Titans immer wieder der Ganzfeldpresse zum Opfer fallen und bereits zu Beginn des zweiten Viertels 12 Ballverluste verzeichnen. Trotzdem kämpfen sich die Dresdner zurück ins Spiel. Die Zonenverteidigung bringt den Rhythmus der Gastgeber ins Stocken, während Silbermann weiter ein heißes Händchen beweist und mit sieben Punkten in Serie die erste Auszeit der Hausherren erzwingt. Kurz vor der Pause sichern sich die Bernauer jedoch erneut wichtige Offensivrebounds und halten die Elbriesen trotz deren Aufbäumens auf Distanz. Mit einem Stand von 44:35 geht es in die Kabinen.

Aus dieser kommen die Titans mit spürbar mehr Energie. Silbermann knüpft an seine starke Leistung an und liefert weiterhin zuverlässig Punkte, während Sebastian Heck seine Mitspieler mit gewohnter Übersicht in Szene setzt. Dennoch gelingt es den Dresdnern nicht, das Spiel zu ihren Gunsten zu kippen. Auch wenn Bernau im Abschluss zwischenzeitlich ins Straucheln gerät, treffen sie immer wieder wichtige Dreier. Gleichzeitig bleiben die Probleme im Rebounding bestehen, sodass die Titans den Rückstand nicht entscheidend verkürzen können und mit einem 65:56 ins Schlussviertel gehen.

Zu Beginn des letzten Abschnitts bleibt Nahmias der Motor des Bernauer Spiels und kreiert konstant Würfe für sich und seine Mitspieler. Auf Dresdner Seite kann dem niemand dauerhaft etwas entgegensetzen, zumal die kurze Rotation zunehmend ihren Tribut fordert. Der Kräfteverschleiß macht sich an beiden Enden des Feldes bemerkbar, wodurch die Partie frühzeitig in Richtung der Gastgeber kippt. In den Schlussminuten nutzen beide Teams die Gelegenheit, ihren Nachwuchsspielern Einsatzzeit zu geben: Leonard Alejandro Benitez Arocha auf Seiten der Elbriesen sowie Noah Isichei für Bernau markieren jeweils ihre ersten Play-Off Punkte ihrer noch jungen Profikarriere. Nach großem Kampf müssen sich die Titans schließlich mit 87:67 geschlagen geben.

Headcoach Valentino Lott – Wir haben phasenweise gezeigt, dass wir auf Augenhöhe sind. Allerdings konnten wir die Chance, in Führung zu gehen, zu keinem Zeitpunkt nutzen. Am Anfang des vierten Viertels hat es Bernau dann geschafft, sich entscheidend abzusetzen. Die 18 Offensivrebounds machen den Unterschied.

Ich gehe zuversichtlich in die nächste Trainingswoche, weil wir in ein bis zwei Punkten einfach schlecht waren, die wir definitiv besser können.“


Pressedienst

Dresden Titans