ProB: Nervenstärke in der Crunchtime: Titans feiern ersten Saisonsieg
Gegen eine stark verjüngte Mannschaft aus Langen können die Dresden Titans den ersten Sieg der Saison 2026/27 einfahren. Am Ende ist es vor allem die lange Bank der Elbriesen, die im Duell gegen die Giraffen, den Unterschied macht.
Zahlen zur Partie: Uboh (21 PTS; 4 3P; 3 AS), Heck (16 PTS; 5 RB; 1 ST), Pisic (7 PTS; 4 RB; 2 ST) Kompletter Boxscore
Wisdom Uboh prägt, wie schon am vergangenen Wochenende, den Spielauftakt und versenkt gleich drei Dreier. Seine Mitspieler brauchen hingegen etwas Anlaufzeit, um ins Spiel zu finden. Der TV Langen präsentiert sich offensiv zunächst ideenlos, bleibt jedoch in der Partie, weil die Elbriesen den Ball zu häufig aus der Hand geben. Mit Dominik Shusel kommt schließlich frischer Wind aufs Parkett: Der eingewechselte Flügelspieler setzt wichtige Impulse und treibt die Gastgeber zu einer 18:15-Führung.
Zum Auftakt des zweiten Viertels unterstreicht Noah Kandem einmal mehr seinen Wert als Toptransfer der Hessen. Sein Mitspieler Cooper Creek beendet nach sieben glücklosen Versuchen schließlich seine Durststrecke und zwingt die Dresdner mit einem einfachen 1:0-Korbleger in die Auszeit. Cheftrainer Valentino Lott dürfte es dabei nicht ungelegen kommen, dass wenig später der Spielmacher des TV Langen, Niklas Pons, aufgrund von Foulproblemen vorerst auf der Bank Platz nehmen muss. Creek, der nun immer besser in die Partie findet, übernimmt in Abwesenheit seines Kapitäns die Regie bei den Giraffen und baut die Führung weiter aus. Auf der Gegenseite tun sich die Titans zunehmend schwer, Antworten auf die Verteidigung der Langener zu finden. Erst Joshua Haase erlöst das Publikum in der Cyberport Arena wenige Minuten vor der Halbzeit mit einem wichtigen Dreier. Mit einem 31:35-Rückstand geht es für die Elbriesen in die Kabine.
Hellwach kehren die Dresdner aus der Halbzeitpause zurück. Besonders Moritz Heck, der in der ersten Hälfte noch weitgehend unauffällig geblieben war, taut nun zunehmend auf und findet immer besser in seinen Rhythmus. Auftauen muss Creek hingegen längst nicht mehr. Der Australier schraubt sein Punktekonto mit gleich drei erfolgreichen Distanzwürfen weiter in die Höhe. Doch auch seine Treffsicherheit kann nicht verhindern, dass der Vorsprung der Hessen zunehmend schmilzt. Einen entscheidenden Anteil daran hat auch die zweite Reihe der Titans, die nun zunehmend Verantwortung übernimmt. Allen voran Pavle Pisic, der wichtige Akzente setzt und maßgeblich dazu beiträgt, dass die Dresdner das Spiel drehen und mit einer 52:49-Führung in das Schlussviertel gehen.
In einer zunehmend von Unterbrechungen geprägten Partie gestaltet sich der Auftakt in die entscheidenden Minuten zäh. Besonders bitter für die Elbriesen: Eigengewächs Georg Kupke kassiert sein fünftes Foul und kann seine Mannschaftskollegen fortan nur noch von der Seitenlinie aus anfeuern. Auf der anderen Seite sorgt Henrik Droste mit einem schwierigen Korbleger für einen wichtigen Energieschub bei den Gästen, die wenig später durch Kandem erneut ausgleichen. Doch die Schützlinge von Tobias Jahn können die gewonnene Energie zunächst nicht in Zählbares ummünzen. Kurz vor Schluss sorgt Sebastian Heck mit einem sehenswerten Behind-the-Back-Pass auf Shusel für einen echten Hingucker, ehe sein Namensvetter Moritz Heck den Vorsprung der Titans von der Freiwurflinie auf vier Punkte ausbaut. Zehn Sekunden vor dem Ende scheint der erste Saisonsieg für die Dresdner bereits zum Greifen nah. Doch Cooper Creek ist noch lange nicht fertig: Nach einem Einwurf-Spielzug beweist der Big einmal mehr sein heißes Händchen von jenseits der Dreierlinie und lässt die Partie noch einmal spannend werden.
Am Ende behält jedoch Uboh an der Freiwurflinie die Nerven, macht den Deckel auf das Duell und besiegelt mit dem 66:62 den ersten Saisonsieg der Dresden Titans.
Titans-Headcoach Valentino Lott – „In der ersten Halbzeit haben wir nicht die nötige Physis und Energie gezeigt. Langen hat 15 Offensiv-Rebounds geholt und hart um jeden Ball gekämpft. Das hat uns Probleme bereitet.
In der zweiten Halbzeit haben wir dann eine deutlich bessere Reaktion gezeigt. Wir waren aggressiver, hatten mehr Energie und haben vor allem defensiv viel geschlossener als Mannschaft gespielt. Das war am Ende der entscheidende Unterschied.
Wir sind natürlich sehr glücklich über den Sieg, besonders weil es unser erster Sieg vor unserem eigenen Publikum ist. Wir wissen aber auch, dass wir nicht 20 Minuten lang dem Gegner beim Spielen zuschauen dürfen. Heute haben wir in der zweiten Halbzeit die richtige Antwort gefunden, und das ist für uns sehr wichtig. Wir haben gezeigt, dass wir als Mannschaft reagieren können. Darauf können wir aufbauen und diesen Schwung in die nächsten Spiele mitnehmen.“
Dresden Titans
Pressedienst