ProB: Offensivspektakel ohne Happy End: Titans unterliegen Oberhaching
Die Dresden Titans müssen sich im Topspiel bei den Oberhaching Tropics geschlagen geben. Nach einem offensivstarken Auftakt verlieren die Elbriesen zwischenzeitlich den Zugriff auf die Partie, zeigen im Schlussviertel aber noch einmal Moral.
Zahlen zur Partie: M. Heck (13 PTS; 4 3P; 1 BL), Uboh (19 PTS; 4 AS; 1 ST), Kellig (15 PTS; 2 ST; 1 AS) Kompletter Boxscore
Anders als in den bisherigen Saisonspielen laufen die Offensivmotoren der Elbriesen von der ersten Sekunde an auf Hochtouren. Im offenen Schlagabtausch halten die Dresdner mit dem zweitstärksten Angriff der Süd-Staffel munter Schritt. Als Alex Leiba den Ball kraftvoll durch die Reuse stopft, reagiert Oberhachings Trainer Mario Matic mit einer Auszeit. Doch die erhoffte Wirkung bleibt aus. Entgegen der bisherigen Statistik präsentieren sich die Titans aus der Distanz treffsicher und versenken starke fünf ihrer ersten acht Dreier. Mit einer 28:20-Führung gehen die Gäste in den zweiten Spielabschnitt.
Nedzad Muratovic hält die Tropics im Spiel und mehrere Ballverluste auf Dresdner Seite bringen die Gastgeber zurück in die Begegnung. In einer zunehmend zerfahrenen Phase gewinnen die Oberhachinger wieder die Kontrolle. Dzenis Hodovic meldet sich nach einem unauffälligen ersten Viertel eindrucksvoll zu Wort und steuert neun Punkte bei. Als Maximilian May schließlich über Mallick Touray hinweg dunkt, zieht Titans-Cheftrainer Valentino Lott die Reißleine und nimmt eine Timeout. Doch die Tropics sind nun endgültig in der Partie angekommen. Mit wachsendem Selbstvertrauen drehen diese den Rückstand und gehen mit einer 49:46-Führung in die Halbzeitpause.
Angetrieben vom weiterhin stark aufspielenden Hodovic bauen die Gastgeber ihren Vorsprung nach dem Seitenwechsel zwischenzeitlich auf 16 Punkte aus. Während die Tropics offensiv entfesselt aufspielen, verlieren die Elbriesen zunehmend den Zugriff. Einzig Moritz Heck stemmt sich gegen den Lauf der Gastgeber, doch auch er kann den Dreierregen der Oberhachinger nicht stoppen.
Allein im dritten Viertel versenken die Tropics sechs Würfe von jenseits der Drei-Punkte-Linie. Für die Dresdner wird der Blick auf die Anzeigetafel zunehmend schmerzhaft: Mit einem 64:84-Rückstand gehen sie in die letzten zehn Minuten.
Auf das schwache dritte Viertel folgt eine Reaktion der Dresdner. Die Titans bekommen ihre Defensive besser in den Griff und finden auch offensiv wieder effektivere Lösungen. Sebastian Heck und Wisdom Uboh treffen von der Dreierlinie und verkürzen den Rückstand auf zehn Punkte. Plötzlich keimt noch einmal Hoffnung auf, das Spitzenduell doch wieder spannend zu machen. Die Elbriesen kämpfen um jeden Ballbesitz, doch die Hypothek aus dem dritten Viertel wiegt zu schwer. Oberhaching lässt sich den Vorsprung nicht mehr nehmen und bringt den Sieg souverän über die Zeit. Am Ende müssen sich die Titans trotz eines starken Auftakts und einer späten Aufholjagd mit 92:102 geschlagen geben.
Titans-Headcoach Valentino Lott – „Wir benötigen leider drei Viertel, um gegen stark aufspielende Oberhachinger ins Spiel zu finden. Von unserer hart arbeitenden Defense war heute leider wenig zu sehen und lassen folglich 102 Punkte zu. Dennoch gehen wir mit zwei Siegen aus den letzten acht Tagen heraus. Jetzt gilt es, die kommende Woche zu nutzen, um weiter an uns zu arbeiten und wieder auf Kurs zu kommen!“
Dresden Titans
Pressedienst