ProB: Titans entscheiden Auswärtskrimi für sich und springen auf Platz 3

Die Dresden Titans gewinnen das siebte Spiel der Saison gegen die BG Hessing Leitershofen mit 73:77 (15:15, 20:25, 25:18, 13:19)

Ohne den noch an der Schulter verletzten Dominik Shusel und Luca Kellig, der für die BBL der NINERS Chemnitz im Aufgebot steht, setzen sich die Dresden Titans in einem umkämpften Auswärtsspiel bei der BG Hessing Leitershofen durch.

In einem offenen Schlagabtausch ist es der US-Amerikaner Wisdom Uboh, der in der Schlussphase mit mehreren erfolgreichen Dreipunktwürfen auftrumpft und die Grundlage für den Erfolg gegen eine weitere Spitzenmannschaft legt.

Zahlen zur Partie: Uboh (20 PTS; 5 AS; 5 3P), Kupke (13 PTS; 4 AS; 4 ST), Pisic (12 PTS; 3 3P; 2 AS) Kompletter Boxscore

Wisdom Uboh eröffnet die Partie mit einem Dreipunktetreffer und bringt die Titans früh auf Kurs. Auf der Gegenseite dauert es beinahe drei Minuten, bis die Kangaroos ihre ersten Punkte erzielen. Die anfängliche defensive Geschlossenheit der Dresdner, lässt sich jedoch nicht über die gesamte Anfangsphase aufrechterhalten. Vor allem Brendan Gregori stellt die Elbriesen vor Probleme. Der Guard trifft aus der Distanz und findet durch seine Akrobatik den Weg zum Korb. Beide Mannschaften tun sich anschließend schwer, konstant gute Abschlüsse herauszuspielen. So geht es mit einem ausgeglichenen 15:15 in die erste Viertelpause.

Angeführt von Georg Kupke starten die Elbriesen mit einem 7:0-Lauf in den zweiten Spielabschnitt. Joshua Haase lässt sich von Kupkes Energie anstecken und legt mit fünf Punkten innerhalb kurzer Zeit nach. Damit stellt er prompt seinen bisherigen Saisonbestwert ein. Zwei Dreier der Kangaroos bringen die Gastgeber jedoch wieder bis auf drei Punkte heran. Titans-Cheftrainer Valentino Lott reagiert mit einer Auszeit, um den aufkommenden Rhythmus der Leitershofener zu brechen. Doch Brendan Gregori macht ihm ein Strich durch die Rechnung. Mit bereits 16 Punkten in der ersten Hälfte, hält er seine Mannschaft im Spiel. Beim Halbzeitstand von 35:40 ist die Partie weiterhin völlig offen.

Gregori ist sicherlich froh, als sein Mitspieler Bobby Arthur Williams Jr. zu Beginn der zweiten Hälfte ihm Scoring-Last von den Schultern nimmt und den Kangaroos die erste Führung seit der siebten Minute verschafft. Auf Dresdner Seite bleibt Pavle Pisic von der Bank eine verlässliche Option. Mitte des Viertels versenkt er bereits seinen dritten Distanzwurf. Es entwickelt sich ein stetiges Hin und Her, in dem keine Mannschaft entscheidend davonziehen kann. Ein Höhepunkt setzt Anton Bock. Der 17-Jährige, der diesmal wieder im Aufgebot steht, trotzt bei einem schwierigen Abschluss dem harten Körperkontakt und vollendet seinen Korbleger mit Foul. Mit dem zusätzlichen Treffer von der Linie macht er das And-One perfekt und erzielt seine ersten Punkte der Partie. Die Euphorie auf Dresdner Seite hält jedoch nur kurz an. Die Leitershofener drehen das Spiel und gehen mit einer 60:58-Führung in den Schlussabschnitt.

Wie sehr die physische Gangart an beiden Mannschaften zehrt, zeigt sich zu Beginn des Schlussviertels. Die offensive Ausbeute lässt zunächst auf beiden Seiten nach. Doch pünktlich zum Start der Crunchtime finden die Würfe wieder ihr Ziel. Wisdom Uboh liefert sich von jenseits der 6,75-Meter-Linie ein regelrechtes Privatduell mit den Gastgebern. Auf jeden erfolgreichen Dreier der Kangaroos hat der US-Amerikaner die passende Antwort. Eine Minute vor Schluss steht es unentschieden. Uboh zieht nach seinem Distanz-Feuerwerk die Aufmerksamkeit der Leitershofener Verteidigung auf sich und findet Kupke. Dieser nutzt den Raum, setzt zum explosiven Drive an und erkämpft den Elbriesen die Führung zurück. Nach einem glücklosen Angriff der Kangaroos ist es schließlich einmal mehr das Dresdner Eigengewächs, das mit zwei erfolgreichen Freiwürfen den Ausgang der Partie besiegelt. Mit dem 73:77-Auswärtserfolg sichern sich die Titans den nächsten wichtigen Sieg und springen vorerst auf den dritten Tabellenplatz.

Titans-Headcoach Valentino Lott – „Wir haben heute mentale Stärke in einigen Situationen bewiesen, in denen das Spiel auf der Kippe stand. Defensiv haben wir in diesen Phasen einen guten Job gemacht und bis auf zwei bis drei vollständige Rotationen wenig zugelassen. Dass das Spiel am Ende zu unseren Gunsten ausgegangen ist, haben wir uns durch unseren Einsatz und unsere Intensität verdient. Es war klar, dass Kleinigkeiten den Ausgang entscheiden würden. Am Ende haben wir in den entscheidenden Momenten die nötige Disziplin und Konzentration gezeigt und als Mannschaft zusammengehalten.“

 

Dresden Titans
Pressedienst