ProB: Trotz Aufholjagd im 3. Viertel: Saisonaus für die Dresden Titans
Dresden, 17.04.2026 – Die Dresden Titans kämpfen sich nach einem zwischenzeitlichen 31 Punkterückstand nochmal zurück in die Partie. Am Ende ist die individuelle Klasse der Bernauer jedoch zu groß, um das Saisonaus zu verhindern. Trotzdem ist das Team und die Fans stolz auf eine Saison, in der die Elbriesen immer wieder aufs Neue über sich hinausgewachsen sind.
Zahlen zur Partie: Kollmar (24 PTS; 5 AS; 3 ST), Otakho (14 PTS; 5 RB;1 BL), Heck (8 PTS; 11 RB; 7 AS) Kompletter Boxscore
Spielverlauf – Auch wenn die Halle zu Beginn unter Hochspannung steht, entstehen die ersten Punkte der Partie relativ unspektakulär: Kevin Kollmar verwandelt sicher zwei Freiwürfe für Dresden. Unter der hohen Physis tun sich aber beide Teams schwer, einen frühen offensiven Rhythmus zu etablieren. Einzig Anthony Watkins drückt dem Bernauer Angriffsspiel seinen Stempel auf und kann gleich zwei Dreier einnetzen. Die Brandenburger nehmen in der Folge immer mehr Fahrt auf, bis ein And-One von Simeon Dimitrov die SSV LOK erstmal zum Bremsen bringt. Nevio Bennefeld tut es ihm gleich und holt unter lauter Aufruhr des Gästeblocks wieder das Momentum auf Seiten seiner Mannschaft. Mit dem möglichen Saisonende im Hinterkopf, werden die Elbriesen zum Viertelende immer nervöser. Die intensive Ganzfeldverteidigung der Gäste führt zu vielen Ballverlusten, die unter anderem von Meo Martin durch einen Dunk mit einfachen Punkten bestraft werden. Nach einem denkbar schlechten Start müssen die Titans ein 15:29 verkraften.
Nachdem Best Otakho den Ball mit ordentlich Wucht einnetzt, könnte man meinen, dass die Mannschaft von Valentino Lott mit mehr Feuer zum Auftakt der nächsten zehn Minuten startet. Der Dresdner Cheftrainer müssen aber eingreifen, nachdem SSV LOK Bernau den Vorsprung immer mehr ausbaut. Seine Schützlinge können im weiteren Verlauf an beiden Enden keinen Zugriff auf das Spiel nehmen. Als Guy Artman Nahmias seinen nächsten Distanzwurf verwandelt und die Differenz auf 26 Zähler erhöht, muss Lott nochmals eine Auszeit nutzen. Die zeigt aber keine Wirkung. Der Aufstiegsfavorit spielt munter weiter und Emmanuel Schüler kann kurz vor der Pause bereits den achten erfolgreichen Dreipunktewurf seiner Mannschaft markieren. Trotz des hohen Rückstandes gibt es aber etwas zu feiern: Jannis Ernst kann die Dresdner Misere aus der Distanz beenden und damit auch seine ersten professionellen Punkte verzeichnen. Das bringt das Auswärtsteam erstmal ins Stocken. Gegen Ende können die Elbriesen den Rückstand minimal aufarbeiten und gehen bei einem Stand von 29:54 in die Kabinenansprache.
Mit erhöhter Konzentration kommen die Gastgeber unter Leitung von Kevin Kollmar deutlich besser in die zweite Hälfte. In die Karten spielt ihnen aber nicht, dass sie schon nach wenigen Minuten an die Teamfoulgrenze stoßen und mit Malte Silbermann und Simeon Dimitrov wichtige Männer mit vier Fouls erstmal auf der Bank Platz nehmen müssen. Otakho ist es dann, der dem Dresdner Spiel wichtige Impulse liefert. Erst legt der Hüne für Kollmar auf und kann im nächsten Angriff durch einen erfolgreichen Korbabschluss trotz Kontakt ein emotionales Ausrufezeichen setzen. Als sich die Bernauer im Anschluss einen Turnover leisten, muss Trainer Dan Oppland mit seinen Akteuren erstmal Klartext sprechen. Zwar können die Elbriesen den Aufschwung nicht aufrechterhalten, aber die Ekstase findet erst zum Viertelschluss durch einen Dreier von Leo Alban ihren Höhepunkt. Nach einem zwischenzeitlichen Rückstand von 31 Punkten, kämpfen sich die Titans auf 53:63 heran.
Nach der offensiven Dürre finden die Gäste deutlich besser in den Schlussabschnitt. Die Titans, mittlerweile in der Partie angekommen, können mit der Punkteausbeute Schritt halten. Als Anthony Watkins die nächsten 3 Punkte verwandelt, droht das Momentum zu kippen. Mit Ablauf der Uhr können sich das die Elbriesen nicht leisten und Lott versucht, seinen Jungs die letzten taktischen Hinweise mitzugeben. Das Zweiergespann aus Nahmias und Akim-Jamal Jonah führt die SSV LOK aber in den Schlussminuten nicht nur zum 72:90 Auswärtssieg, sondern auch in die nächste Play-Off Runde und einen Schritt näher, an das ausgegebene Ziel: Aufstieg. Im Gleichzug bedeutet das für die Titans das Saisonende.
Nach einem einmal mehr großen Kampf können sich die Elbriesen am Ende mit keinem Ausgleich der Play-Off Serie krönen, machen aber bereits jetzt schon Lust auf eine weitere Spielzeit.
Headcoach Valentino Lott - „Der verschlafene Start kostet uns das Spiel! Bernau hat in der ersten Halbzeit gut verteidigt und uns fehlte der Zugriff aufs Spiel. Die Jungs haben im 3. Viertel nochmal gezeigt, warum wir ein Play-Off Team sind, aber das hat uns leider zu viel Energie gekostet. Ich bin stolz auf die Mannschaft und die gezeigte Leistung im 2. Durchgang. Mit dem Ende der Saison haben wir jetzt Zeit zu reflektieren, um nächstes Jahr wieder anzugreifen. Danke an alle Fans, Helfende und Sponsoren für die Unterstützung in der Saison.“
Pressedienst
Dresden Titans